TV-Ticker: Catterfeld, Castingshows und ein Krimi-Blog

Wenn schon Eigenproduktionen, dann nur mit Promis ­- scheint man bei RTL zu glauben. Nachdem kürzlich Heiner Lauterbach für die achtteilige Comedyserie "Mitten im Leben" angeheuert wurde, darf nun Popsirene Yvonne Catterfeld in einer Art Remake des Hitchcock-Klassikers "Rebecca" die Hauptrolle spielen. In dem Psychothriller "Das Geheimnis des Königssees" mimt die Ex-"GZSZ"-Darstellerin eine junge Frau, die sich in einen mysteriösen älteren Witwer verliebt – und, na klar, in Lebensgefahr gerät. Gruselig.

Wenns läuft, dann läufts: Die "Popstars" haben wieder eine neue Rekordquote ersungen. Gestern Abend wollten fast 4 Mio. Zuschauer (ab 3) die Castingshow und das Ausscheiden von Nina sehen. Senna, Kati und Romina qualifizierten sich bei der Gelegenheit direkt fürs Finale am 23.11. ­- wegen ihrer "Popstars-Qualitäten". Worin die liegen sollen, habe ich auch nach Wochen noch nicht wirklich begriffen.

Im deutschen Fernsehen wird gecastet, was das Zeug hält und die Zuschauer hergeben. Erst die Popstars, dann die Eisstars und ab heute Abend dürfen die (zukünftigen) Tanzstars vor die Jury treten. Sat.1 startet um 20.15 Uhr die Castingshow "You Can Dance" und möchte "junge Menschen auf den Weg in den Tanzhimmel" begleiten. Das kann ein verdammt langer (und möglicherweise langweiliger) Weg werden, denn erst am 15. Dezember gibt es die erste Live-Show mit den üblichen Tränen, Tritten und Tragödien. Bis dahin werden die vorproduzierten Castingveranstaltungen in Berlin, Offenbach, Duisburg und Stuttgart abgefeiert.

Die RTL-Rechnung ist aufgegangen, sogar zweifach: Die gestrige erste Folge der sechsten Staffel von "CSI – Den Tätern auf der Spur" hat den von RTL kalkulierten Erfolg eingefahren – über 5,6 Mio. Zuschauer sahen den US-Krimi. Davon profitierte auch die nachfolgende Serie "Bones – Die Knochenjägerin", die bisher auf nicht viel Gegenliebe beim Publikum stieß, und legte den besten Markanteil seit Serienstart hin. In Köln dürften die Korken knallen.

Das ZDF hat die ältesten Zuschauer, aber was die Internetstrategie der Mainzer angeht, können sich auch die "jüngeren" Sender noch eine Scheibe vom Zweiten abschneiden. Statt den Usern (also Zuschauern) Geld für ins Netz gehobene TV-Formate abzuknöpfen (siehe maxdome.de), plant das ZDF, demnächst weite Teile des Programms online und umsonst zur Verfügung zu stellen. Auch an Blogs trauen sich die Mainzer ran: Zur Krimiserie "SOKO Leipzig" (heute, 21.15 Uhr) gibts jetzt ein Behind-the-scenes-Blog, das Fans im direkten Austausch mit den Machern der Serie Infos, Videos und Podcasts bietet. Wenn jetzt die ZDF-Serien noch ein bisschen jünger werden würden …

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