TV-Ticker am 20.1.

Ärger für Dieter Bohlen und RTL: Norbert Schneider, Direktor der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen, hat in einem Brief an die RTL-Chefin Anke Schäferkordt Bohlens "DSDS"-"Hammersprüche" gerügt. "Es ist überflüssig, und es ist schädlich, wenn der Privatfunk in Deutschland seine Akzeptanz mit Mitteln zu erreichen versucht, die in die Nähe verletzter Menschenwürde geraten." Bohlens Entgleisungen seien "unsäglich und sollten in einem Haus wie RTL nicht folgenlos bleiben", schrieb Medienwächter Schneider.

ProSieben verlegt "Verrückt nach Clara" ins Spätprogramm. Nachdem die zweite Episode der missglückten Liebes-Serie am Donnerstag noch schlechtere Quoten erzielte als die Auftaktfolge, beendet ProSieben das Primetime-Experiment "eigenproduzierte Serie". Die restlichen sechs "Clara"-Folgen laufen ab kommender Woche jeweils donnerstags ab 22.15 Uhr, zuvor zeigt ProSieben TV-Filme aus eigener Produktion.

Ausgerechnet TV-Senior Ulrich Wickert wünschen sich die Deutschen als Nachfolger von Sabine Christiansen. Laut einer Umfrage des Magazins Focus sprachen sich 61 Prozent für den ehemaligen "Tagesthemen"-Mann Wickert aus. 59 Prozent votierten für Sandra Maischberger. Für Reinhold Beckmann stimmten 42 Prozent, für Anne Will 39 Prozent, für Gabi Bauer 31 Prozent, Harald Schmidt kam noch auf 30 Prozent, Frank Plasberg sowie Michel Friedman auf 20 Prozent. Kurios: Entertainer Götz Alsmann sehen noch 19 Prozent als Christiansen-Nachfolger.

TV-Sendungen im Internet anschauen oder herunteraden, das gibts schon. Aber eine Online-Tauschbörse für privat aufgezeichnete Fernsehsendungen ist neu: Die Software heißt Joost, wurde von den Machern der Musiktauschbörse Kazaa erdacht und soll noch dieses Jahr zu haben sein. Das Prinzip: Die Videos mit den aufgezeichneten TV-Sendungen werden nicht von einem Server geladen, sondern stückchenweise von den Rechnern anderer Nutzer, also nach dem etwa von der Musiktauschbörse Napster bekannten dezentralen Prinzip des Datenaustauschs. Es liegt auf der Hand, das die Rechteinhaber, also die TV-Sender, massiv versuchen werden, diese Art der privaten Programmmgestaltung per PC zu unterbinden.

Eine Meinung

  1. Fragt sich nur ob Anke Schäferkordt den Brief überhaupt gelesen hat oder ihn gleich ungeöffnet in den Papierkorb geschmissen hat.Bei den Quoten könnte nicht mal eine Rekordgeldstrafe bei RTL irgendwelche Ängste ums Image wecken oder Versuche Bohlens Gossensprache zu mäßigen.Wobei das Image von RTL ja sowieso nicht derartig toll ist.Wie heisst es so schön: Ist der Ruf erst ruiniert…

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