TV-Ticker am 11.12.

Oliver Pocher moderiert den "Gameshow-Marathon" auf ProSieben. Ab 15. Januar reanimiert Pocher zusammen mit seinem Assi Oliver Petszokat sieben Gameshow-Klassiker. Sechs prominente Kandidaten spielen dann "Der Preis ist heiß", "Geh aufs Ganze", "Hopp oder Topp" oder das "Glücksrad". Zum Wohle des Zuschauers. Denn die erspielten Sachpreise bekommt m Ende ein TV-Zuschauer nach Hause geliefert.

"Wetten, dass ..?" wird nach Amerika exportiert. Der US-Sender ABC arbeitet an einer Variante der größten europäischen TV-Show. Sie heißt "Wanna bet", soll im kommenden Jahr starten und mehr eine Spiel- als eine Unterhaltungsshow werden. Es werden keine Prominenten zum Spaß wetten, sondern Normalo-Kandidaten um bares Geld zocken.

Die Bundesliga will ihre Spiele künftig selbst auf Sendung bringen. Derartige Pläne sind nicht neu, aber sie werden konkreter. Christian Seifert, Chef der Deutschen Fußball-Liga, kündigte an, künftig die Rechte nicht mehr getrennt für Fernsehen und Internet vergeben zu wollen und in diesem Zuge gleich einen eigenen Kicker-Kanal zu gründen – denn technisch und praktisch gäbe es keine Hindernisse mehr. Vielleicht aber finanzielle: Die Liga würde die Spiele sicher nicht umsonst übertragen, sondern nach Arena- oder Premiere-Vorbild dafür vom Fan kassieren. Nur haben die bisherigen Pay-TV-Veranstalter nicht gerade klotzig an der teuren Ware Fußball verdient. Die sicheren Lizenzeinnahmen fielen weg, wieviel die Zuschauer direkt in die Kasse der DFL zahlen, wäre kaum kalkulierbar. Könnte ein Eigentor werden.

Zank um den Einstieg von Günther Jauch im Ersten: Der WDR-Rundfunkrat Marc Jan Eumann (SPD) fordert, dass Jauch als ARD-Talkmaster und Nachfolger von Sabine Christiansen sein politisches Magazin "stern TV" bei RTL abgibt, andernfalls werde er einem Jauch-Vertrag nicht zustimmen.
Was macht ein Rundfunkrat eigentlich? Er soll die Interesen der Allgemeinheit bei der Programmgestaltung wahrnehmen. In Wahrheit nimmt Herr Eumann wohl eher die Interessen seiner Partei bzw. Kaste wahr. Denn  Jauch ist nicht nur ein wirtschaftlich, sondern ein politisch unabhängiger Mann, kann gerade deshalb für verschiedene Sender und Formate arbeiten. Man wünscht sich, dass es mehr Moderatoren von diesem Format gäbe. Das wünscht sich Rundfunkrat Eumann nicht – natürlich. Die personelle Besetzung der Polit-Magazine des Ersten ist ausgekungelt, der Parteien-Proporz regiert bis in die Redaktionsstuben. Diesen Einfluss sieht Eumann mit der Verpflichtung von Günther Jauch wohl schwinden. Das hat mit den Interessen der Allgemeinheit nichts zu tun.

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