Tommy Jauds zweiter Streich: Resturlaub auf der Leinwand

Das Zweitwerk des „Vollidiot“ Autors Tommi Jaud handelt vom Brauereimanager Peter Greulich, dem der ganze Druck des Erwachsenseins zu viel wird und der sich kurzum aus einer geplanten Reise mit seiner Freundin heraus schummelt, um alleine nach Argentinien, genauer, Buenos Aires zu reisen, wo er einen Haufen zum Schreien komischer Dinge erlebt, wie es halt jedem Touristen in fremden Ländern geht, zumindest, wenn man nach dem Film 1×1 geht.

Resturlaub für den Kinogänger

Wie auch die Buchvorlage, ist „Resturlaub“ ein so flüchtiger Zeitvertreib, dass die Unterhaltung wie ein billiger Kaugummi alsbald nachlässt, sobald der Abspann gelaufen ist. Komödien Klischees (also viel Slapstick, Witze über unattraktive Frauen und Zicken und schlechte Akzente), durchschnittlich interessante Dialoge und ein reichlich unsympathischer Protagonist fügen dem deutschen Kino nichts Neues hinzu, dürften aber dem Fan dieser Filme oder von Jauds Romanen sehr wohl gefallen.
Mehr lässt sich dann auch nicht sagen, der typische „Männerfilm“ steht quasi parallel dem typischen „Frauenfilm“ gegenüber, wo es nun einmal an Überraschungen und Tiefe mangelt. Lediglich die männliche Hauptrolle sieht weniger attraktiv aus, als in beispielsweise „Mondtarif“, dafür sehen alle Frauen, mit denen Peter was anfangen will, wie Bikinimodels aus.

Aber gut, für das was „Resturlaub“ ist – eine lockere Komödie ohne große Ambitionen – dürfte der Film ein solides Ergebnis sein und seiner Zielgruppe, bzw. dem ein oder anderen, der sich einfach nur bespaßen lassen möchte, ein wenig die Zeit vertreiben.

Aber bevor man sich sonst durch anderthalb Stunden Durchschnittskino quälen muss, hier die Holzhammer Moral des Filmes: Warum schweifen in die Ferne, wenn das Gute ist so nah. Nun, vielleicht ja, weil die Filme in der Ferne besser sind?

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Kinostart ist der 11.8.2011

Regie: Gregor Schnitzler
Drehbuch: Tommy Jaud
Darsteller: Maximilian Brückner, Mira Bartuschek, Antoine Monot Jr.

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