Tamarillos essen: Infos über die Frucht aus den Anden

Wie die Tomate gehört auch die Tamarillo zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Doch das ist noch lange nicht die einzige Gemeinsamkeit zwischen der Tomate und der Tamarillo. Aufgrund ihrer eierförmigen, meist roten Gestalt wird sie auch Baumtomate und die kleinen Bäume, an denen sie wachsen, Tomatenbaum genannt. Auch im Inneren (Anschnitt) weist die Baumtomate eine große Ähnlichkeit mit der Tomate auf, denn sie ist gegen die Schale fest und saftig, wird aber gegen die Samen hin weicher. Die Schale, die auch orange oder gelb sein kann, ist dünn und hart. Bei reifen Früchten sollte sie bei Druck etwas nachgeben. Wenn die Schale zu sehr nachgibt sind die Früchte bereits überreif und sollten sofort verzehrt werden. Gibt die Schale gar nicht nach, sind die Früchte noch nicht reif. In diesem Zustand schmecken sie eher bitter und sind nicht genießbar. Sie können allerdings bei Raumtemperatur nachreifen oder bei kühlen Temperaturen 1-2 Wochen gelagert werden.

Tamarillos sind in Südamerika beheimatet und stammen ursprünglich aus Peru. Nachdem sie erst ihren Weg in die anderen Länder Südamerikas gefunden haben, werden sie heute auch in Afrika, Kalifornien, Neuseeland, in Teilen Asiens und auch im Mittelmeerraum angebaut. Aus den Hauptanbaugebieten in Südamerika und Afrika sind Tamarillos das ganze Jahr über verfügbar, aus dem Mittelmeerraum jedoch hauptsächlich im September und im Oktober.

Auch geschmacklich erinnern die Baumtomaten an Tomaten. Sie schmecken würzig und süß, besitzen aber einen eher säuerlichen Eigengeschmack. Die Kerne im Inneren der Frucht sind klein und essbar. Die Schale wird wegen ihrer Bitterstoffe in der Regel nicht gegessen. Sie sollte vor jeder Zubereitungsart entfernt werden. Sie kann mit dem Messer oder Sparschäler geschält, oder wie Tomaten mit heißem Wasser überbrüht und nach circa einer Minute abgeschreckt werden, damit sich die Schale löst.
Die Früchte werden gewöhnlich kalt gegessen. Sie können ähnlich wie Kiwis halbiert und ausgelöffelt werden, als Salat zubereitet werden oder mit Salz und Pfeffer oder Zucker bestreut als Beilage zu belegten Broten gegessen werden. Die Frucht kann aber auch warm verarbeitet werden. Gegart eignet sie sich als Beilage zu Fleisch oder Fisch. Auch als Kompott oder Konfitüre ist sie beliebt. In Saucen und Eintöpfen, oder als Saft und im Kuchen.

Baumtomaten haben einen bemerkenswert hohen Vitamingehalt. Vor allem die Vitamine C und E sowie B-Vitamine und das Provitamin A sind in ihnen enthalten. Noch beträchtlicher sind ihre Anteile an Eisen, Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor.

Tamarillos zubereiten: Was wird benötigt?

  • 3 Tamarillos
  • 1/4 Mango
  • 10g frischen Ingwer
  • 1/2 Chillischote
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 100ml Wasser
  • 2 EL brauner Zucker
  • 2 TL Limettensaft
  • Salz, Pfeffer
  • Rapsöl

 

Tamarillos zubereiten: So wird's gemacht!

1

Zutaten vorbereiten

Die Tamarillos mit dem Sparschäler schälen und würfeln. Die Mango, den Ingwer und die Zwiebel ebenfalls schälen und in Würfel schneiden. Die Chilischote putzen, das Kerngehäuse entfernen und die Schote fein schneiden.

2

Braten

Das Rapsöl in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln darin glasig anbraten und wenig später den Ingwer und die Chili dazugeben und kurz mit anbraten. Den braunen Zucker einstreuen und karamellisieren lassen.

3

Ablöschen

Anschließend mit Wasser und Limettensaft ablöschen und losköcheln lassen, bis sich das Karamell aufgelöst hat. Eventuell braucht es etwas mehr Flüssigkeit. Geben Sie dann einen extra Schluck Wasser hinzu und lassen Sie die Flüssigkeit später wieder verdampfen.

4

Köcheln und abschmecken

Wenn sich der Zucker gelöst hat, die Tamarillos und die Mango beigeben, und köcheln lassen, bis die typische Chutney-Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipps und Hinweise

  • In Neuseeland werden Tamarillo Chutneys oftmals mit sauren Apfel statt Mango zubereitet.
  Zeitaufwand: 45-50 Minuten Schwierigkeitsgrad:  

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