Super-Bowl-Teamcheck: Seattle Seahawks

Nachdem die Super-Bowl-Paarungen zuletzt stets Überraschungen bereithielten, treffen am 2. Februar in New Jersey tatsächlich die beiden besten Teams der Regular Season aufeinander. Vertreter der NFC sind die Seattle Seahawks, die mit 13 Siegen und 3 Niederlagen exakt die gleiche Bilanz aufweisen wie ihre Kontrahenten aus Denver. Was das Team auszeichnet und welche Spieler den Unterschied für Seattle machen sollen, erfahren Sie hier.

Die beste Defense der NFL

Wenn die Seattle Seahawks in knapp eineinhalb Wochen um den Titel kämpfen, können sie sich vor allem auf eines verlassen – ihre hochkarätig besetzte Defense. Gleich drei Seahwaks-Verteidiger würden nächsten Sonntag im Pro Bowl auflaufen, hätte Seattle das Endspiel verpasst: Free Safety Earl Thomas, Strong Safety Kam Chancellor und Richard Sherman, der derzeit wohl beste Cornerback der Liga. Gemeinsam mit Cornerback Nr. 2, Brandon Browner, bilden sie die berüchtigte „Legion of Boom“, die gegnerische Wide Receiver in den letzten beiden Spielzeiten regelmäßig vor arge Probleme stellte. In der abgelaufenen Regular Season hatte die Secondary maßgeblichen Anteil daran, dass kein Team weniger Punkte und Yards zuließ als die Seahawks.

Offensiv muss es das Laufspiel richten

Für Yards und Punkte sorgt bei den Seahawks in erster Linie das Laufspiel. Marshawn Lynch ist einer der besten Running Backs der NFL und schaltete auch zuletzt im Championship Game gegen die 49ers wieder in den „Beast Mode“. Laufspiel und Defense gehören schon seit längerem zu den Stärken der Seahawks. Die Entwicklung zum Titelanwärter konnte das Team jedoch erst vollziehen, als Trainer Pete Carroll dem jungen Russell Wilson das Vertrauen schenkte und ihn letzte Saison anstelle des kurz zuvor verpflichteten Matt Flynn zum ersten Quarterback ernannte. Der für seine Position sehr kleine Wilson verkörpert die neue Generation der Quarterbacks, die sich nicht allein auf das Passspiel beschränkt, sondern auch im Laufspiel ihr Heil sucht. Das muss er aber auch, denn das Receiver-Korps der Seahawks fällt qualitativ hinter den anderen Mannschaftsteilen zurück. Seattles bester Passempfänger, Percy Harvin, musste nach einer Operation den Großteil der Saison aussetzen und verfügt über kaum Spielpraxis.

Wie stehen die Chancen auf Titel?

Auf dem Papier scheinen die Kräfteverhältnisse im diesjährigen Super Bowl ausgeglichen wie lange nicht mehr. Erst zum fünften Mal seit dem Zusammenschluss von AFL und NFL (1970) trifft die beste Defense auf die beste Offense. Drei Mal konnte sich bei dieser Konstellation das abwehrstärkere Team durchsetzen – zuletzt die New York Giants gegen Buffalo Bills. Das ist allerdings bereits 24 Jahre her und die Regeln haben sich inzwischen deutlich zugunsten der Offensiv-Reihen geändert. Dennoch: Wenn die Defense Peyton Manning kontrollieren und das Laufspiel die durchaus respektable Run Defense der Broncos überwinden kann, ist der Titel drin.

Foto von Thinkstock, iStock, OSTILL

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