Späte Liebe

So wie die Gmeiner und den Burger aus ‚Späte Liebe‘, ein Buch – geschrieben und sogar erfolgreich verfilmt bereits vor Jahrzehnten -, das nie an Aktualität verliert. Es geht um die Liebe zweier alter Menschen, beide verwitwet und beide allein. Sie nähern sich beim Pflegen der Gräber an, wagen es, sich gemeinsam sehen zu lassen und heiraten sogar. Sehr zur Verblüffung aller anderen. Denn es schickt sich nicht in den Augen vieler, dass so alte Menschen noch einmal verliebt sind, sich ein Bett teilen und sogar auf Hochzeitsreise gehen. Aber das ist der jetzigen Frau Burger und ihrem Mann ziemlich egal und sie versuchen, das Leben noch ein wenig zu genießen. Um dabei auf ihre alten Tage noch zu lernen, wie wichtig Toleranz ist.

Eine wunderschöne Geschichte, die gerade angesichts der Generationenpyramide aktueller ist denn je. Denn die, die heute um die vierzig sind, die so genannten ‚geburtenstarken Jahrgänge‘, werden es sich nicht nehmen lassen, auch mit achtzig noch ihr Glück zu suchen. Wenn sie sich nicht, wie der inzwischen verstorbene Autor einmal in einem früheren Interview befürchtet hat, ins Alten-Ghetto zwingen lassen, statt den Respekt zu bekommen, den sie verdienen.

Max von der Grün hat einmal gesagt: „Ob Literatur die Welt verändern kann? Mich hat die Literatur verändert – und ich bin ein Teil dieser Welt.“ Ein denkwürdiger Satz.

Max von der Grün: „Späte Liebe“, der Roman ist im März 2010 bei Pendragon erschienen, kostet gebunden 19,90 Euro und ist u.a. ergänzt durch eine Rede des Schriftstellers und ein Interview

Eine Meinung

  1. Sehr schöne Geschichte! Danke fürs Vorstellen.
    Ja so schön kann Dating sein!

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