Sommer auf dem Land: Father, Son & Holy Cow

Klingt merkwürdig – ist es auch. Merkwürdig interessant und mitreißend, merkwürdig herzerwärmend. Ein polnischer Film, der in Kapustkowo, einer Kleinstadt in Polen, spielt, in der Nähe der Ostsee. Hier haben Bogdan und seine Frau sich vor langer Zeit die ewige Liebe geschworen. Gelacht, gefeiert und sich geliebt. Bogdan ist ein international gefeierter Konzertpianist, seine Frau eine berühmte Opernsängerin, bis sie recht jung an Krebs stirbt.

Sommer auf dem Land: Abschied von der Frau

Mit dieser schrecklichen Nachricht müssen neben Bogdan auch seine Tochter Anna und seine erzkatholische Mutter kämpfen. Die Beziehung zwischen Tochter und Vater ist seit der Krankheit stark eingefroren. Bogdan erlebt den Sommer mit ausgiebigen Alkoholexzessen, unfähig sein Leben wieder in eine geordnete Bahn zu bekommen. Er kehrt der großen Bühne den Rücken zu und zieht sich auf den Bauernhof seiner Mutter zurück. Diese hat ihre eigene Strategie, mit dem Unglück zurecht zu kommen. Sie veranlasst Bogdan, den Sommer auf dem Land mit der Renovierung des maroden Hofes und harter Stallarbeit zu verbringen.

Sommer auf dem Land: Wiedersehen in Heiliger Kuh

Eines Tages kauft er seiner Nachbarin die heilige Kuh Klara ab. Heilig? Wieso heilig? Mit ihr ändert sich das Leben des Pianisten. Denn Klara läuft ständig aus unerklärlichen Gründen zu einem Platz am Strand, der für ihn und seine Frau von großer Bedeutung war. Jedes Mal wenn er die Kuh zurückholen will, kann er die Musik von Mozart hören, dem Lieblingskomponisten seiner verstorbenen Frau. Ist es Magie oder dreht er völlig durch? Familie und Freunde sind fassungslos, aber die Kuh hilft Bogdan, die Ereignisse zu verarbeiten und lässt ihn zudem ein großes Dorffest veranstalten, wo sich die Ereignisse schließlich überschlagen.

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Sommer auf dem Land
(OT: Father, Son & Holy Cow)

Regie: Radek Wegrzyn
Land: Deutschland, Polen 2010
Darsteller: Zbigniew Zamachowski, Agata Buzek, Antoni Pawlicki, Lucyna Malec
Genre: Tragikkomödie
Länge: 90 min.
Homepage

Kinostart: 16.02.2012

Eine Meinung

  1. ein sehr schöner nachhaltiger, lustiger und nachdenklicher film. ich werde ihn mit sicherheit nochmals anschauen! danke für die 90 tolle minuten!
    lg kalle

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