So lief der 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga

Kurz vor dem von Fußball-Deutschland brennend erwarteten Spiel der Spiele zwischen Bayern München und Borussia Dortmund haben die Dortmunder den Titelkampf quasi abgeschrieben. Zu häufig gaben die Schwarz-Gelben bislang Punkte ab, so auch beim unnötigen 1:1 am 14. Spieltag daheim gegen Fortuna Düsseldorf. Jürgen Klopps Mannschaft, die europäisch zuletzt so begeistert hatte bot eine sehr überschaubare Leistung, so dass der Gast vom Rhein den Punkt keinesfalls glücklich erkämpfte. Zwar hatte der BVB das Spiel in der ersten Halbzeit klar im Griff, doch Chancen waren Mangelware und die spielerische Leichtigkeit trat auch nur bei der herrlichen Volleyabnahme Jakub Blaszczykowskis zutage, als dieser kurz vor der Pause einen ansehnlichen Angriff zum Führungstreffer abschloss. Doch Dortmund setzte in Hälfte 2 nicht konsequent nach und überließ dem Außenseiter mehr und mehr Raum, den dieser zu geschickten Angriffen nutzte. Schließlich konnte Stefan Reisinger eine scharfe Flanke aus kurzer Distanz zum Ausgleich verwerten – sehr zur Freude der 8000 mitgereisten Düsseldorfer. Der couragierte Aufsteiger hielt dieses Ergebnis bis zum Schlusspfiff fest. Dortmund ist nun Dritter, hat aber nach oben, selbst bei einem Sieg in München noch eine Menge Raum zu überbrücken.

Weitere Favoritenpatzer am 14. Spieltag

Den Ausrutscher des Meisters konnten umgekehrt auch die meisten Verfolger nicht nutzen. Insbesondere dem Reviernachbarn Schalke 04 scheint zum Ende der Hinrunde die Luft auszugehen. Das 1:3 in Hamburg war die dritte Auswärtsniederlage in Folge. Die Personalrotation in der Offensive tat den Königsblauen offensichtlich nicht gut. Noch erstaunlicher aber war die Leistungsexplosion des HSV, der ohne seine verletzten zentralen Figuren Rafael van der Vaart und Heung-Min Son antreten musste. Während die Truppe von Torsten Fink in dieser Saison meist mit sehr viel Kampf, Krampf und Glück ihre Punkte erobert hatte, war der Sieg über die Schalker hochverdient. Maximilian Beister brachte sein Team nach der Pause mit einem strammen Schuss in Führung, die der lettische Neuzugang Rudnevs wenig später zum 2:0 erhöhte. Spannend wurde die Partie nach einem von Huntelaar verwandelten Handelfmeter, doch in den Schlussminuten verhängte der Schiedsrichter auch einen Strafstoß gegen die Schalker, den Hamburgs Mittelfeldspieler Badelj zum Endstand ins linke Toreck schoss. Hamburg bleibt damit im Mittelfeld, während Schalke seinen schönen Vorsprung auf die Konkurrenten um die Champions-League-Plätze lange verloren hat.

Einen ordentlichen Dämpfer erlebte auch Überraschungsaufsteiger Eintracht Frankfurt im Derby gegen Mainz 05. Die Hessen konnten nie an die starken Auftritte der bisherigen Saison anknüpfen und wurden von den effektiven Rheinländern perfekt ausgespielt. Schon nach 45 Minuten führten die Mainzer durch Ivanschitz und Parker 2:0. Nach einer Ecke war schließlich auch noch Abwehrchef Nikolce Noveski erfolgreich. Und auch den 1:3-Anschlusstreffer besorgte mit Szalai ein Mainzer, der entgegen seiner bisherigen Gewohnheiten ins eigene Netz traf. Thomas Tuchel zeigte sich nach dem spiel hochzufrieden, da seine ELf sich endlich einmal wieder für eine gute Leistung belohnt hatte, während Frankfurt das bisher hohe Niveau an diesem Abend nicht ganz halten konnte.

Bayern und Bayer die Gewinner am 14. Spieltag

Im Gegensatz dazu nutzte Bayer Leverkusen die Gunst der Stunde und bewies erneut die ansteigende Formkurve. Bei Werder Bremen waren die Rheinländer die reifere Mannschaft und fertigten die Hanseaten mit 4:1 ab. Matchwinner war Gonzalo Castro, der in dieser Saison seine Torjägerqualitäten entdeckt. Zwei Tore steuerte er zum Sieg bei, außerdem waren Rolfes und hegeler erfolgreich bei einem Gegentreffer von Petersen. Der Aufwärtstrend hat das Team von Sascha Lewandowski nun bis auf Platz 2 gespült.

Satte zehn Punkte voraus thront aber immer noch der FC Bayern München, der aktuell nicht nur frühzeitig Herbstmeister ist, sondern dabei auch eine Reihe von Rekorden bricht. In der sonst so ausgeglichenen Bundesliga sind 37 Punkte in 14 Spielen eine herausragende Bilanz. am Mittwoch siegten die Bayern ohne große Not, aber auch ohne viel Glanz mit 2:0 beim derzeit so starken SC Freiburg. Dabei profitierten sie von einem Handelfmeter, den Müller verwandelte und einer Roten Karte für Freiburgs Diagne infolge einer Notbremse. Diese entscheidenden Spielszenen ereigneten sich schon in den ersten zwanzig Minuten. Danach kämpfte der SC um jeden Ball, hatte aber zuwenig Mittel, um den FCB in ernste Gefahr zu bringen. Tymoschuk machte in der 80. Minute mit einem Kontertor alles klar.

Gladbach und Stuttgart streben weiter nach oben

Borussia Mönchengladbach scheint mehr und mehr in die Saison zu finden. Der oftmals befürchtete Absturz findet nicht statt, die Mannschaft stabilisiert sich mehr und mehr. Diesmal ergab sich ein 2:0 gegen den aufstrebenden VfL Wolfsburg. Obwohl die Wölfe in der ersten Halbzeit klar den Ton angaben, nutzten nur die Gladbacher durch Arango und Jantschke ihre Chancen. In den zweiten 45 Minuten verdienten sie sich diese Führung aber nachträglich und rutschten auf Platz 9 vor – punktgleich mit dem ersten Europacupplatz 6.

Einen ebenso wichtigen, aber deutlich glücklicheren Erfolg feierte der VfB Stuttgart beim knappen 2:1 über Schlusslicht Augsburg. Nur dank des überragenden Traore erspielten sich die Schwaben genug Offensivmöglichkeiten, um zu den entscheidenden Toren zu kommen. Augsburg war in der zweite Halbzeit zwar die klar bessere Mannschaft, brachte das Leder aber nicht mehr über die Linie. Düster sieht es auch für Greuther Fürth aus. Die Franken sind nach dem 0:2 in Hannover nun schon 12 Spiele ohne Sieg und kranken vor allem an der offensiven Harmlosigkeit. Obwohl der Gegner aus Niedersachsen analog zum aktuellen Leistungstief erneut nicht überzeugen konnte, reichte es schließlich durch die bessere Chancenauswertung zum Arbeitssieg. Ein Befreiungsschlag gelang dem 1. FC Nürnberg beim 4:2 gegen die TSG Hoffenheim. Dabei war der Japaner Kiyotake mit zwei Toren der beste Mann auf dem Platz. die Hoffenheimer stecken damit auf dem Relegationsplatz fest und bleiben die Schießbude der Liga.

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