Sharayet – Eine Liebe in Teheran: Maryam Keshavarz erfolgreiches Spielfilm-Debüt

Die Teenager Shireen und Atafeh sind beste Freundinnen. Sie leben in Teheran. Atafeh ist in einer liberalen Familie aufgewachsen, so dass sie ihrem jugendlichen Freiheitsdrang leben kann – zumindest heimlich. Gemeinsam mit Freundin Shireen geht zu Partys im Feier-Untergrund ihrer Heimatstadt und probiert Drogen. Beim Tanzen zu Technomusik fühlen sich die Mädchen frei und träumen von einem Leben, das nicht von strenger Tradition in die Grenzen gewiesen wird. Außerdem verlieben sie sich ineinander – lesbische Liebe – ein absolutes Tabu vor Ort. Anfangs gelingt ihnen ein Aufrechthalten der Fassade, doch dann kehrt Atafehs Bruder Mehran von einem Drogenentzug zurück. Mehran hat eine neue Droge gefunden: den religiösen Fundamentalismus, an den er sich klammert. Der Bruder entdeckt die verbotene Liebe der Freundinnen. Die Situation eskaliert.

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Traditionskampf – Traditionskrampf

Sharayet – Eine Liebe in Teheran ist das Spielfilm-Debüt der iranisch-amerikanischen Filmemacherin Maryam Keshavarz. Die Newcomerin gewährt einfühlsam Einblicke hinter die Bühne des iranischen Bildungsbürgertums, dass mühsam versucht mit Geld und glatter Fassade ersehnte private Feiheiten zu ermöglichen und zu verteidigen. Es geht um die Problematik Tradition versus Moderne. Im Leinwanddrama Sharayet – Eine Liebe in Teheran geht es um die lieberalen Familien vor Ort, meist Anhänger der Freiheitsbewegung der Grünen Welle, und die alltägliche Außeinandersetzung mit Fundamentalisten und deren beschränkender, einschränkender Ansichten.

Die Filmemacherin von Sharayet

Bereits mit ihrem ersten Film „The Color of Love“, einer Dokumentation über Liebe und Politik im Iran, machte sich Maryam Keshavarz einen Namen und gewann Preise wie den International Documentary Association-David L. Wolper Award. Sharayet – Eine Liebe in Teheran, im Original „Circumstance“, ist ebenso ein Volltreffer. Beim Sundance Film Festival 2011 bekam er den Audience Award, beim Rome International Film Festival  wurde er zum „Best first Film“ gekürt.

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Sharayet – Eine Liebe in Teheran
(OT: Circumstance)

Regie:Maryam Keshavarz
Land: Frankreich, USA, Iran, 2011
Darsteller: Nikohl Boosheri, Sarah Kazemi, Reza Sixa Safei, Soheil Parsa
Genre: Drama
Länge: 107 min.

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Kinostart: 24.05.2012.

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