Schimmel gegessen: Symptome, Folgen und Verhalten

Verschimmelte Orange

Schimmel kann eine Delikatesse sein. Es gibt ihn sogar im Supermarkt in von ungiftigen Edelschimmelpilzen durchzogenem Käse, beispielsweise als Saint Agur aus Frankreich, als Gorgonzola aus Italien oder Bavaria Blu aus Deutschland. Mittlerweile werden auch Schimmelsteaks immer populärer. Sie gelten als besonders zart und kosten in Manhattan bis zu 160 $ pro Stück. In der eigenen Küche jedoch ist Schimmel meist ungewollt – und das zu Recht. Wer einmal versehentlich Schimmel gegessen hat, z.B. verschimmeltes Brot oder Yoghurt mit Haaren, der wird den Ekel nicht so schnell vergessen. Aber es kann durchaus auch gefährlich sein.

Schimmel auf Lebensmitteln!

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Schimmel gegessen: Symptome und mögliche Folgen

Auch wenn man es nicht sieht, schmeckt oder riecht, können sich in Lebensmitteln bereits Gifte gebildet haben. Sie können langfristig das Immunsystem angreifen, Leber, Nieren und Herz schädigen oder gar Krebs verursachen. Schimmel Symptome wie Hautausschlag und allergische Reaktionen treten meist nicht unmittelbar, sondern verzögert auf. Weitere Symptome, nachdem man Schimmel gegessen hat, können Reizerscheinungen der Atemwege, in den Augen und chronische Erschöpfung sein sowie Übelkeit, Bauchschmerzen und Fieber. Suchen sie in diesen Fällen dringend ihren Hausarzt auf.
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Brot und andere Lebensmittel: Verhalten bei Schimmelbefall

  • Brot: Egal welche Sorte, der Schimmel sitzt nicht nur außen, sondern auch innen. Werfen sie das ganze Brot weg
  • Fisch: Verdorbener Fisch überträgt große Mengen Histamin und führt zu einer schweren Vergiftung. Wegwerfen!
  • Saft:In Flüssigkeiten breitet sich Schimmel schnell aus – verschimmelten Saft nicht mehr trinken!
  • Milch, Quark und Yoghurt: Ähnliches gilt für alle Milchprodukte. Abkratzen hilft nicht. Lässt er sich kämmen, weg mit dem Yoghurt!
  • Obst: Nicht weiterverarbeiten! Mit hoher Sicherheit schon vom Schimmel durchsetzt und evtl. giftig! Bei kleinen braunen Stellen reicht es diese zu entfernen.
  • Marmelade: Offene Gläser im Kühlschrank lagern, bei Verschimmelten auf den Zuckeranteil schauen. Ist dieser höher als 50 %, reicht das Schimmelkratzen, liegt er darunter – wegwerfen!
  • Nüsse: Wie Brot besonders gefährlich. Restliche Nüsse der Packung können ebenso Langzeitschäden verursachen.
  • Fleisch, Wurst und Schinken: Nicht mehr essbar, außer bei luftgetrockneten Sorten. Hier kann sich Schimmelpilz nur schwer ausbreiten und es reicht bei kleinen Stellen, den Befall großzügig heraus zu schneiden.
  • Käse: Für Hartkäse gilt das gleiche wie für Wurst. Weich- oder Schnittkäse hingegen sollte nicht mehr gegessen werden.
  • Gewürze: Nicht erst verschimmelte Gewürze entsorgen, sondern schon abgelaufene!
  • Müsli: Werfen sie die ganze Packung weg, Schimmelpilze sind nicht mit dem bloßen Auge zu erkennen!
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Übrigens:

Schimmelpilzgifte sind hitzeresistent und lassen sich nicht durch Kochen oder Braten zerstören.
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Homonym

Sein tierisches Homonym oder auch Teekesselchen ist meist nicht von Geburt an weiß, sondern Brauner, Fuchs oder Rappe, der dann allmählich „ausschimmelt“.
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Mc Donalds-Experiment

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Image: Thinkstock, iStock, ratmaner

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