Rundumschau KW09: Young Empires, Mother Falcon und James Vincent McMorrow

Young Empires – Wake all my Youth

Mit gerade mal 7 Songs haben Young Empires zwar nur eine EP veröffentlicht, aber was die doch nicht mehr so jungen Jungspunde aus Kanada musikalisch anstellen, macht Spaß, selbst wenn man beim Besuch ihrer Homepage erst einmal Kopfschmerzen bekommt.
Im Stil von Friendly Fires und Yeasayer gibt es Electropop mit einigen weltmusikalischen Elementen, die Songs wie ihre schon seit einigen Jahren kursierende Single „Rain of Gold“ zu absoluten Lieblingen mutieren lassen. Auch der Rest der Platte lässt sich hören, „White Doves“ etwa klingt wie ein Sommerabend mit Freunden am Strand, genau dann, wenn die Sonne untergeht, so verabschiedet man sich gerne vom kalten unfreundlichen Februar.

Neu klingen Young Empires vielleicht nicht, aber wenn man die Trendwelle so gekonnt mitreitet, dann darf man das auch.

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James Vincent McMorrow – We don't eat (EP)

Wir machen weiter mit EPs, unsere Generation hat sowieso keine Aufmerksamkeitsspanne, die über 15 Minuten hinaus geht.

James dürfte Songwriter Bon Iver einen riesigen Blumenstrauß schicken wollen, denn durch dessen jüngste Grammy Nominierung wird es sicher Rückenwind für emotional filigrane Songwriter mit gebrechlicher Stimme geben. Und hört man sich den Titel-gebenden Song „we don't eat“ an, dann gönnt man es ihm auch unter einem Schleier aus Tränen, denn diese Kombination aus sehnsüchtigen Vocals und sehr dezent gesetzter Orchester-Opulenz passt zum verheulten Erinnern an vergangene Beziehungen – seufz. Die Flasche Rotwein sollte man dabei wohl nicht vergessen.

[youtube kR3HRMO7nZg]

Mother Falcon – Alhambra

Man ist immer wieder überrascht, was für eine experimentelle Vielfalt in Texas herrscht, wenn es um Musik geht. Die gigantische Kombo Mother Falcon beispielsweise bringt Volksweisen in großen Orchestern, Harmonien und Popmelodien zu feierlichen Kompositionen, die an einen etwas düsteren Beirut erinnern, vermischt mit Straylight Run, sich jedoch etwas näher an klassische Strukturen hängen und Staccato-artige Harmonien kreieren, die in Songs wie „Alligator Teeth“ völlig in Trance geraten.

Bei Liveauftritten kann es da auch einmal eng auf der Bühne werden, denn was an der Uni mit gerade mal 3 Cellisten anfing, artete schnell in ca. 12-15 Musikern auf einem Haufen aus und scheut sich weder vor jazzigen Einlagen, noch vor anachronistischen Vocals. Das ist nicht nur großartig, sondern einfach atemberaubend.

[youtube Od9I3P06_fQ]

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