Rückblick auf den letzten Bundesliga Spieltag

Borussia Dortmund ist unfraglich der verdiente und souveräne Deutsche Meister 2012. Obwohl schon zwei Spieltage vor Schluss dieser Fakt fest stand, gab es auch nach dem 34. Bundesliga Spieltag in der Arena der Westfalen noch einmal ordentlich was zu feiern. Nicht nur, dass die heimische Kulisse die offizielle Übergabe der Schale live erleben durfte. Der BVB ließ sich auch in seinen letzten beiden Partien nicht lumpen und schenkte die eigentlich bedetungslosen Spiele nicht einfach her. Das 5:2 in Kaiserslautern und das 4:0 gegen Freiburg verkörperte noch einmal die große Lust von Jürgen Klopps Truppe am Fußball. 81 Punkte holte sie schlussendlich was das zweitbeste Saisonabschlussresultat überhaupt ist. 47 Punkte wurden davon allein in der Rückrunde erzielt – also 15 Siege, 2 Remis und keine einzige Niederlage. Nun sind die Dortmunder noch lange nicht satt und fordern Bayern München im DFB-Pokal-Endspiel zum heißen Tanz um das Double. Meister sind sie jedoch schon – und das absolut würdig!

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Der 34. Bundesliga Spieltag: Heißer Kampf um die Relegation

Absolut unwürdig war der Auftritt des 1. FC Köln und einiger seiner Fans bei der Partie gegen Bayern München. Alle Be- und Einschwörungen im Vorfeld halfen nichts. Der Champions-League-gestählte Rekordmeister hatte insgesamt an diesem Tag wenig Mühe, die Kölner in die Schranken zu weisen und siegte locker mit 4:1, obwohl es für die Bayern eigentlich um nichts mehr ging als höchstens eine gute Vorbereitung auf die letzten beiden Endspiele in DFB- und Europapokal. Köln hatte außer einer vernünftigen kämpferischen Einstellung letztlich zu wenig entgegen zu setzen und musste sich am Ende eingestehen, dass man den Klassenerhalt durch viele unnötige Punktverluste schon in den vorangehenden Spielen verloren hatte. Besonders bitter war der Abstieg für Publikumsliebling Lukas Podolski bei seinem letzten Spiel für Köln. Podolski spielt ab der kommenden Saison für Arsenal London. Einen unschönen Nebeneffekt gab es außerdem, durch einige gezündete Rauchbomben im Kölner Fanblock, welche den Schiedsrichter dazu anhielten, das Spiel etwas eher abzupfeifen.

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Fast wie ein Wunder mutet hingegen an, dass sich die schon für klinisch tot erklärte Hertha aus Berlin gegen die TSG Hoffenheim noch einmal aufraffen konnte, um doch noch den Relegationsplatz zu erringen. Trotz der Kampfansage von Hoffenheims Coach Markus Babbel, der in der Hinrunde noch in Berlin tätig war, waren die Kraichgauer fast die gesamte Partie das schwächere Team und mussten ab der 35. Minute auch noch mit einem Mann weniger auskommen. Ryan Babel sah die gelb-rote Karte nach einer Rangelei mit Kobiashvili. Für die Herthaner machte Änis Ben-Hatira zwei Treffer, Compper machte es fünf Minuten vor Schluss zwar noch einmal spannend, aber Raffael traf in der Nachspielzeit zum 3:1 ins leere Tor. Für Hertha geht das Zittern nun gegen den Zweitliga-Dritten Fortuna Düsseldorf in eine neue Runde. Am Donnerstag tritt Otto Rehhagels Mannschaft erneut zu Hause zum Hinspiel gegen die Rheinländer an.

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Letzte Entscheidungen um die Europa League am 34. Spieltag

Ein versöhnliches Saisonende feierte Bayer 04 Leverkusen. Mit 4:1 fertigte die Werkself den 1. FC Nürnberg in dessen Stadion ab und sicherte sich damit Platz 5. Überragender Mann war dabei Stefan Kießling mit drei Treffern. Des weiteren war Andre Schürrle erfolgreich. Für Nürnberg traf Mak. Bayer ist damit direkt für die Europa League Gruppenphase qualifiziert und verabschiedete außerdem Michael Ballack, der zum Abschluss seiner Bundesligakarriere noch einmal von Anfang an spielen durfte.

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Einen wahren Thriller erlebten über 50.000 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena zu Stuttgart, wo der VfL Wolfsburg seine letzte Chance auf Europa nutzen wollte. Und die Wolfsburger taten zunächst das Ihre dazu, lagen durch Helmes und Russ bereits mit 2:0 in Führung, bevor der VfB noch einmal aufdrehte. Binnen sieben Minuten schafften Cacau, Maza und Traore die komplette Wende und krönten eine großartige Rückrunde mit Platz 6 und der Europa League Qualifikation. Den Wolfsburgern bleibt trotz einer ordentlichen Rückrunde am Ende nur der achte Rang.

Den Platz zwischen den beiden retteten zu guter Letzt die Euro Fighter Hannover 96 durch ein hart erkämpftes 2:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Die Roten rissen dabei spielerisch keine Bäume aus, aber erspielten sich dennoch ausreichend Chancen und taten noch einmal alles, um die so erfolgreiche Europa League Saison wiederholen zu können. Pierre de Wit hatte Lautern mit einem herrlichen Weitschuss in Führung gebracht, zum Ausgleich musste den Hannoveranern, die noch zweimal Aluminium trafen ein weiterer Lauterer verhelfen, nämlich Alexander Bugera. Schließlich war es Didier Ya Konan, der das erlösende 2:1 erzielte. Am Ende war Hannover glücklich und zufrieden und feierte zudem den Abschied des Altstars Altin Lala, der seine Spielerkarriere nach fast 15 durchgängigen Jahren bei Hannover 96 beendete.

Weitere Highlights des letzten Bundesliga Spieltags

Selbst wenn der SV Werder Bremen am letzten Spieltag gewonnen hätte, wäre für die in der Hinrunde noch so gut da stehenden Hansestädter das internationale Geschäft nicht mehr drin gewesen. Doch auch gegen den FC Schalke 04 setzte es für die Grün-Weißen mit 2:3 eine weitere Niederlage. Nur 2 Dreier schafften sie damit in der Rückrunde. Claudio Pizarro war dabei der einzige Lichtblick, denn er erzielte beide Treffer. Zweimal erfolgreich war auf der Gegenseite aber auch Klaas Jan Huntelaar, der damit die Torjägerkanone mit 29 Toren als jemals bester ausländischer Spieler gewann. Der Niederländer ist so auch ein großer Hoffnungsträger für die Oranje bei der EM 2012, die unter anderem auch Gegner der deutschen Elf sein wird.

In Augsburg und Mönchengladbach gab es eigentlich an diesem 34. Bundesliga Spieltag viel zu feiern. Nicht nur wurden die Saisonziele beider Mannschaften übererfüllt, es gab auch jeweils noch einmal einen Sieg zu bestaunen. Während der FCA gegen den Hamburger SV 1:0 gewinnen konnte, überfuhren die Gladbacher den FSV Mainz mit 3:0. Und doch war die Stimmung getrübt. Während man am Niederrhein den Abgang der wichtigen Stammspieler Reus, Dante und Neustädter schon halbwegs verdaut und dazu eine Menge Geld eingenommen hat, traf den FC Augsburg der Abgang von Trainer und Architekt des Klassenerhalts Jos Luhukay wie ein Keulenschlag. Luhukay versicherte zwar glaubhaft, dass er sich mit keinem anderen Verein einig sei und sich die komplette Saison mit aller Leidenschaft für die Schwaben eingesetzt habe, doch atmosphärische Störungen im Vereinsumfeld scheinen die Trennung unausweichlich gemacht zu haben. Nachfolger für das Traineramt in Augsburg soll nun wohl Markus Weinzierl sein.

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