Roubaix: das ehemalige Zentrum der Textilindustrie

Roubaix wurde erstmals im Jahre 863 n.Chr. als Robacum auf einer Karte erfasst und gehörte damals Flandern an. Roubaix wuchs im 15. Jahrhundert unter Pierres von Roubaix zu einer Stadt heran.

Roubaix – ehemalige Textilindustrie-Metropole

Bereits in der Vergangenheit erlangte die Stadt durch die im Jahre 1469 erhaltenen Recht zur Textilproduktion und zum Textilhandel durch Karl den Kühnen internationale Bekanntheit. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Roubaix zum weltweiten Zentrum der Textilindustrie und bekam den Spitznamen ‚Manchester des Nordens‚ und ‚Stadt der Tausend Schornsteine‚.

Nach anfänglichen Einbrüchen durch den Ersten und Zweiten Weltkrieg erlebte die Textilindustrie in Frankreich bis Ende der 1960er nochmals einen Aufschwung. Billige Konkurrenz und das Aufkommen von synthetischen Fasern führte schließlich zum Zusammenbruch der erfolgreichen Textilindustrie sowie zu erheblicher Arbeitslosigkeit in der Region.

Heutzutage ist Roubaix eine wichtige Ausbildungsstätte für Fachleute dieser Branche und ein national bedeutender Standort des Versandhandels. Die Stadt setzt neue Akzente. Mit dem Motto ‚la ville renouvelée‚ (die erneuerte Stadt) werden Verschönerungen und Modernisierungen vorgenommen.

Roubaix – Sehenswürdigkeiten

Roubaix verfügt über ein Rathaus mit beeindruckender Fassade, das am 30. April 1911 eingeweiht wurde. In den 1990ern wurde es von Grund auf saniert, so dass der aus den Steinbrüchen des nordfranzösischen Ortes Lezennes stammende Stein wieder zum Vorschein kam.

Ein weiteres architektonisches Meisterwerk ist der Bahnhof, der im September 1888 eröffnet wurde. Das Gebäude ist im flämischen Stil des späten 19. Jahrhunderts gebaut. Auf den Giebeln der Haupthalle erstreckt sich mit einer Höhe von zehn Metern ein Campanile, der auf drei Seiten mit Uhren geschmückt ist.

Die Kirche ‚Église Saint-Martin‚ befindet sich direkt gegenüber dem Rathaus und ist das älteste Gebäude der Stadt. Ihr Ursprung, von dem es keine Überreste mehr gibt, liegt im neunten Jahrhundert. Im 14. sowie 19. Jahrhundert wurde sie kontinuierlich erweitert.

Auch der Friedhof von Roubaix hat eine Besonderheit zu bieten, denn mit seinen 500 Mausoleen besitzt er die meisten Grabkapellen in Europa.

Das seit 1986 stattfindende Eintagesrennen führt von Paris nach Roubaix und zählt zu den berühmtesten Rennen des Radsports. Dabei werden jedes Jahr Mitte April ca. 250 km Distanz zurückgelegt. Das ‚Vélodrome im Parc des Sports in Roubaix stellt den Zielpunkt dar.

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