Der Medienwirbel zu Ostern fällt in diesem Jahr gemäßigt aus. Der
National Geographik berichtet über das Judas-Evangelium. Die Bibel muss
umgeschrieben werden! Judas ist nicht der Schurke sondern der einzige,
der Jesus treu bleibt bis zu dessen Tod. So sieht es zumindest der
Autor des Judas-Evangeliums. Durch seinen Verrat konnte sich Jesus
endlich von seinem irdischen Leib befreien, der ihn in dieser Welt
gefangen hielt. So ein Quatsch! Die Schrift ist religionsgeschichtlich
interessant. Mehr nicht. Das schreibt übrigens sogar der Spiegel in seiner Online-Ausgabe. Und der Spiegel war in den letzten Jahren immer für eine kirchenkritische Sensation gut.
Glaube und Religion und Kirche gewinnen für das Leben der Menschen
in Deutschland wieder an Bedeutung. Das hat das Allensbach-Institut in
einer Umfrage herausgefunden und das dürfte auch der Spiegel gemerkt
haben. 50 Prozent der Deutschen halten sich für religiös. Ein
wachsender Anteil der Bevölkerung hält den christlichen Glauben für
aktuell und wichtig (über 50 Prozent).
Die Auferstehung ist das „fette Comeback von Jesus“. So steht es in der Volxbibel,
einer neuen Bibelübersetzung, die der evangelikale Hamburger
Jugendpastor Martin Dreyer herausgegeben hat. Der Mann hat seinerzeit
die „Jesus Freaks“ gegründet. Gedacht ist diese Bibel als „teaser“ für
Jugendliche, die nie eine Bibel aufschlagen würden. Ich würde nur sehr
ungern die Volxbibel aufschlagen. Ich mag die Sprache Martin Luthers,
die nicht alles in die Gegenwart zerrt, die Raum für Poesie und für
Geheimnisse lässt und dabei trotzdem fest auf der Erde steht.
Ich
freue mich auf die Feier der Osternacht. Wir feiern in der Kirche die
Auferstehung Jesu und hinterher beim Osterfeuer das Leben. Erst das
heilige Abendmahl und dann ein schönes Bier und eine Bratwurst.
Frohe Ostern!
