Oprah for President

 

Für die, die sie nicht kennen: Oprah Winfrey ist so was wie Vera Int Veen, nur (meistens) ein wenig dünner und schwarz. Und Oprah Winfrey ist hölle beliebt. Zum Beispiel bei dem Bush-Gegner und Ex-Mathelehrer Patrick Crowe, der Oprah gern ab 2008 als oberste Befehlshaberin im Weißen Haus sehen würde und einfach mal eine Wahlkampagne ins Leben gerufen hat. Wie groß ihre Chancen tatsächlich wären ist schwer zu sagen. Ich kenne Mrs. Winfrey auch nicht sehr gut und wage nicht einmal zu vermuten, ob sie für die Republikaner oder die Demokraten antreten würde. Vermutlich letzteres, was ihre Chancen aber auch nicht unbedingt erhöhen würde, zumal eine mögliche demokratische Kandidatin für die Wahl 2008 wahrscheinlich doch eher Hillary Clinton heißen würde.

"Oprah for president 2008 – someone we can love and trust!"

Spielt aber alles überhaupt keine Rolle, denn Oprah Winfrey will ja gar nicht kandidieren. Das aber ist Crowe herzlich egal, er macht trotzdem weiter Wahlwerbung für sie, auch wenn er ihr damit ein ziemlicher ‚pain in the ass’ ist. „Das geht nicht“, haben sich Oprahs Anwälte da gesagt, „den verklagen wir, der benutzt ihren guten Namen, um sich zu bereichern“. Auf seiner Website verkauft Crowe nämlich Aufkleber und T-Shirts ($22.47 inkl. Porto und Verpackung), wobei der Erlös allein in die Kampagne fließen soll („Every penny we receive above our costs goes directly into a fund to cover the additional expenses of carrying out this campaign and to give away items to people who can not afford to buy them.”).

1-866-OPRAH-08

Ich würde sagen, wer einen solchen Zirkus veranstaltet, will sich nicht bereichern, sondern ist einfach ein großer und ziemlich durchgeknallter Fan. Und wenn er dann auch noch für eine gebührenfreie Hotline aufkommt (1-866-OPRAH-08) und einen offiziellen Song (If Oprah was President) produzieren lässt, scheint er es wirklich ernst zu meinen mit seinem Engagement. Dieser Eifer sollte eigentlich belohnt werden, stattdessen aber stempeln Winfreys Anwälte Crowe als Copyrightverletzer ab und bitten ihn per Unterlassungsklage, die Website zu schließen oder zumindest die Fotos der unfreiwilligen Kandidatin zu entfernen. Doch Oprah wäre nicht Oprah, würde sie nicht auch in diesem Fall das machen, was sie am besten kann, nämlich moderieren, vermitteln, beschwichtigen: Sie fühle sich geschmeichelt und ihre Anwälte hätten überreagiert. Wer so mit seinen Stalkern umgeht, der hätte auch das Zeug zur Präsidentin.

Eine Meinung

  1. Oprah ist nach meiner bescheidenen Meinung ebenso unertraeglich wie Michel Friedmann. So unertraeglich, dass ich es nicht geschafft habe mehr als eine Sendung von ihr anzuschauen, und schon da musste ich mich zwingen, nicht weiterzuzappen.Die urspruengliche Idee OW als Praesidentschaftskandidatin aufzustellen stammt uebrigens von Michael Moore …-m*sh-

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