Leicht oder schwer

Für die NY Times hat sich Liesl Schillinger durch den neuen Pynchon gegraben. "Against the Day" – 1085 Seiten, losgelöst von Raum und Zeit und so witzig wie nie, findet Schillinger: "Thomas Pynchon scheinen seine Figuren große Freude zu bereiten. Manchmal ist es allerdings ein grausames Spiel. Er schleift sie durch zwielichtige Vergnügungsparks, von der Weltausstellung 1893 in Chicago (Franz Ferdinand erscheint und versucht verzweifelt, die Jagdrechte für den Schlachthof von Chicago zu bekommen) … zum Wiener Prater, wo zwei seiner Figuren, Cyprian Latewood (ein "bläßlicher Sodomit" und Geheimagent) und Yashmeen (ein bisexueller Mathematiker, der durch Wände geht), eine Gondelfahrt durch ein venezianisches Wien unternehmen, so wie ein Liebespaar in einem Ophüls-Film." Eher gravitätisch dagegen erscheint der Times der zweite Teil von Gore Vidals Autobiografie ("Point to Point Navigation"). Ein Abschiedsbuch, vermutet Christopher Hitchens: "Diese beinahe schlicht zu nennenden Erinnerungen befassen sich hauptsächlich mit anderer Leute Angelegenheiten (Beerdigungen vor allem) und wecken das Bild eines silberhaarigen alten Löwen im Winter."

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