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    Start » Kalorienfallen im Biergarten vermeiden – Tipp 7: Mit Salat wird Flammkuchen akzeptabel
    Freizeitaktivitäten

    Kalorienfallen im Biergarten vermeiden – Tipp 7: Mit Salat wird Flammkuchen akzeptabel

    25. August 20113 Minuten Lesezeit

    Ich hatte mich verliebt. In den hellen Teint, die blonden Zwiebeln und die speckfarbenen Strähnen. Und vor allem in den salzig deftigen mit säuerlicher Milde durchzogenen Geschmack. Aber auch in die Abwechslung, mit der mich meine neue Leibspeise immer wieder aufs Neue verführte: Mal scharf mit Knoblauch, mal sehr deftig mit Münsterkäse, mal schmackhaft gratiniert. Nicht zu vergessen die Variante mit Lauch, die Lachs-Version und die Camembert-Spielart. Und dann war da natürlich noch die Kreation, die irgendwie immer noch reinging: Die mit Apfelscheiben, Zimt-Zucker und flambiertem Calvados.

    Tja, damals musste ich noch nicht auf die Kalorien achten. Und ich war ja auch mit dem Fahrrad unterwegs. Da konnte ich essen was ich wollte und nahm nicht zu. Doch das änderte sich.

    Wieder zuhause machte ich eine beschämende, folgenschwere Entdeckung: Findige Pizzahersteller hatten meinen geliebten Flammkuchen in die Tiefkühltruhe des Supermarktes meines Vertrauens geschmuggelt. Mir als gestresstem Studenten kam das wie gerufen. Zwar waren die tiefgekühlten Flammekuechle nicht so lecker wie in Frankreich, doch begeisterte mich die einfache Zubereitung. Packung aufreißen, Flammkuchenscheibe raus aus der Folie und rein in den Ofen. Ein Glas Rotwein dazu und los ging der kulinarische Ausflug ins Nachbarland.

    Ich glaube Biergartenbetreiber schauen auch ab und zu ins Kühlfach ihres Supermarkts. Irgendeiner von ihnen muss als erster bemerkt haben, dass so ein Flammkuchen nicht viel kostet, schnell zubereitet ist und mit ordentlicher Marge auf den Biertisch gebracht werden kann. Dann hat sich das wahrscheinlich herumgesprochen, denn heute gibt es sogar in bayerischen Biergärten Flammkuchen.

    Was machen die Franzosen beim Flammkuchen anders?

    Jahre nach dem Studium fiel mir dann etwas auf. Ich wog inzwischen fast zwanzig Kilo mehr und hatte meinen Sinn für Genuss und fürs Abnehmen gleichermaßen geschult. Da bemerkte ich, dass die Elsässer „chez Gilbert“ alle einen grünen Salat zu ihrem Flammkuchen aßen. Und statt wie ich zwei oder gar drei Stück zu verschlingen, genossen sie maximal einen. Derart von lokaler Authentizität bedrängt ging zwar schnell der erste Bissen tarte flambée, dann aber ich in mich.

    Und mir wurde klar: Flammkuchen allein macht dick. Ein Flammkuchen mit einem ordentlichen Teller grünem Salat ist ok. Also orderte ich einen salade verte dazu und wurde positiv überrascht. Ganz bescheiden mit etwas Essig und Öl angemacht, harmonieren der grüne Begleiter und die blonde Attraktion ganz hervorragend. Genuss also gesteigert und schlechtes Gewissen perdu.

    Und einen wertvollen Tipp für den Biergarten gab's damit gratis dazu. Und der lautet: Mach's wie die Franzosen und genieße den Flammkuchen mit Salat. Dann liegt sogar ein kleines Glas Rotwein drin. (Da passen in elsässischen Restaurants übrigens oft nur 0,1 l Wein rein).

    Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Dr. Andreas Schweinbenz und ich bin Gründer und Geschäftsführer der Vibono GmbH (www.vibono.de). Über Kommentare zum Blog und persönliche Nachrichten freue ich mich (a.schweinbenz@vibono.de).

    Weitere Abnehmtipps finden Sie in unserer Serie „Kalorienfallen im Biergarten“.

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