Die gleiche Idee haben sie nach der Petz-Affäre um Gerald Asamoah und Halil Altintop versucht umzusetzen. Der Pseudo-Frieden dauerte keine zwei Wochen. Da wegen der Länderspielpause derzeit keine Spiele stattfinden, wird jetzt erst mal nur trainiert und die schlechte Laune anscheinend ausgesessen. Deswegen sieht es sehr stark danach aus, dass Mirko Slomka, wie von Andreas Müller prophezeit, tatsächlich gegen den HSV noch auf der Trainerbank sitzen wird.
Geht auch dieses Spiel verloren, wird es wohl endgültig knallen. Dann muss sich auch Andreas Müller hinterfragen, ob er die Realität nicht sehen wollte oder aus falschem Stolz zu spät reagiert hat. Sein großer Mentor Assauer hielt vor einigen Jahren nach einer Negativserie trotz erheblichen externen Druck an Huub Stevens fest. Damals ging es gut. Allerdings waren die damaligen Akteure sehr erfahren, was man von den beiden Novizen nicht behaupten kann.
Für einen möglichen neuen Trainer fällt auch diesmal der Name Christoph Daum, der in den letzten Jahren bei jeder Trainerdiskussion als meisterschaftsbringender Messias herbeigewünscht wird. Bereits nach der Entlassung von Ralf Rangnick wurde Daum sehr intensiv von den Fans gefordert. Stattdessen wurde Slomka die Rolle des Cheftrainers übertragen. Man hatte den Eindruck, dass Slomka wegen klammer Kassen als Low-Budget-Lösung befördert wurde und nur als Platzhalter für die „große" Lösung fungiert.
Bei Stefan Raabs Crash-Festival in der Veltins-Arena wird Mirko Slomka nun doch nicht teilnehmen. Er fühlt sich anscheinend schon ramponiert genug. Damit setzt er aber bewusst Prioritäten. Schalke 04 ist wichtiger, als eine Schrotthaufen-Produktion.
Glück auf.
