Im Alter: Gehirnjogging hält die grauen Zellen auf Trab

Im Alter: Gehirnjogging hält die grauen Zellen auf Trab

Übung macht den Meister – das gilt auch für das Gehirn. Unsere grauen Zellen lassen sich trainieren, und das bis ins hohe Alter. Mit unseren Tipps halten Sie Ihr Gehirn in Schuss und bringen es wieder auf Trab – einfach mal ausprobieren!





Abwechslung ist Trumpf

Das Motto beim Gehirntraining lautet: fördern durch fordern. Abwechslung hält das Gehirn jung, Flexibilität ist Trumpf. Anders als etwa beim Lernen von Vokabeln, bei dem man sich die Wörter durch ständiges Wiederholen einprägt, sind Denkroutinen zu vermeiden. Stattdessen empfiehlt sich eine Kombination aus Gedächtnisübungen und körperliche Bewegung – denn auch Sport ist gut für das Gehirn. Durch Bewegung erreicht man, dass das Gehirn mit Sauerstoff versorgt und der Stoffwechsel im Denkorgan angekurbelt wird. Außerdem fordert die Koordination der Bewegungsabläufe das Gehirn. So stoppt oder bremst man nicht nur den altersbedingten Abbau des Gehirns, es lassen sich selbst im hohen Alter neue Verknüpfungen der Nervenzellen aufbauen. Experten empfehlen, das Gehirn jeden Tag zehn bis 15 Minuten lang gezielt anzusprechen und zu trainieren.

Unsere Tipps fürs Gehirntraining

Kreuzworträtsel, Sudokus & Co sind dabei übrigens wenig hilfreich. Die Anforderungen sind hier immer dieselben. Das Gehirn verfällt also in genau die Routine, die es zu vermeiden gilt. Wie aber sieht ein effektives Gedächtnistraining im Alltag aus? Eine besonders effektive, aber auch aufwendige Maßnahme ist eine Ergotherapie, bei der zumeist auch die Feinmotorik trainiert wird. Sie bietet sich vor allem an, wenn Menschen etwa aufgrund einer beginnenden Demenz im Alltag eingeschränkt sind.

Das Gehirn lässt sich aber auch in Eigenregie trainieren, ein festest Regelwerk dafür gibt es nicht. Wohl aber Empfehlungen für Übungen und Verhaltensweisen:

  • Gestalten Sie Ihren Alltag aktiv. Treffen Sie Verabredungen, planen Sie Unternehmungen und Ausflüge, laden Sie Freunde und Bekannte zu sich ein. Solche Aktivitäten zu planen, trainiert die kognitiven Fähigkeiten und hält das Gehirn in Schwung.
  • Seien Sie neugierig. Bewahren Sie sich Ihre Lust auf Neues, oder erwecken Sie sie! Eine Sprache zu lernen, sich bei der Volkshochschule mit Computer und Internet vertraut machen, ein Instrument zu erlernen: Auf diese Weise bieten Sie Ihrem Gehirn neue Reize. Dabei geht es nicht darum, etwa die neue Sprache fließend zu sprechen, sondern in erster Linie um die Beschäftigung mit etwas ganz Neuem.
  • Nehmen Sie mit allen Sinnen wahr. Sinneswahrnehmungen regen das Denkorgan an. Es ist daher wichtig, dass die menschlichen Sinne auch im hohen Alter möglichst ungetrübt sind. Wer nicht mehr gut hört, sollte zum Hörgerät greifen. Nachlassende Sehkraft sollte durch eine Brille oder Kontaktlinsen ausgeglichen werden.
  • Trainieren Sie in der Gruppe. Wer nicht als Einzelkämpfer seine grauen Zellen auf Trab halten will, kann spezielle Gehirntraining-Kurse besuchen. Diese werden beispielsweise von vielen Volkshochschulen angeboten.


Bildquelle: Thinkstock / 467440299 / iStock / AlexRaths

Eine Meinung

  1. Tolle Tipps, ich werde meine Täglichen Abläufe mal ein wenig überdenken denn irgendwie haben sich die immer gleichen Arbeiten eingeschlichen. Ich glaube das Zauberwort ist „Abwechslung“

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