Homöopathie für Pflanzen: welche Möglichkeiten gibt es?

Die Behandlung mit homöopathischen Mitteln kennt man aus der Humanmedizin. Homöopathie ist eine Heilmethode, die von Samuel Hahnemann im 18. Jahrhundert entwickelt wurde.

Hahnemann untersuchte sehr viele pflanzliche, mineralische und tierische Substanzen auf ihre medizinische Wirkung. Er fand eine spezielle Herstellungsweise, die die Wirkungsbreite der Mittel enorm vergrößerte. Sie ermöglichte es, die heilende Wirkung von eigentlich giftigen Substanzen zu nutzen. „Die Dosis macht das Gift“ sagte Paracelsus. Durch die sehr starken Verdünnungen bei der Herstellung von homöopathischen Medikamenten wird eine schädliche, giftige Wirkung ausgeschlossen. Das Herstellungsverfahren der homöopathischen Mittel in der Humanmedizin ist heute im Deutschen Arzneibuch geregelt und festgelegt, wie bei jedem schulmedizinischen Medikament auch.
So steht eine sanfte und wirkungsvolle Therapie zur Verfügung, die gern bei Kindern eingesetzt wird, um ihnen die oft mit unerwünschten Nebenwirkungen der chemischen Medikamente verbundene Behandlung nicht zuzumuten.

Homöopathie für Pflanzen praktisch eingesetzt

Homöopathie wird bei Tieren ebenfalls mit Erfolg eingesetzt. Seit einiger Zeit beschäftigen sich einige engagierte Menschen weltweit sehr intensiv mit dem Einsatz von homöopathischen Mitteln auch im Garten, in der Land- und Forstwirtschaft.
Der Einsatz von Pestiziden in der Schädlingsbekämpfung vernichtet nicht nur die Schädlinge, die Nützlinge werden auch geschädigt. Die Pestizide und Herbizide tauchen in der Nahrung auf, oftmals im Grundwasser – unserem Trinkwasser. Selbst die unterschiedlichen Wirkstoffe (je nach Hersteller) des überall eingesetzten Schneckenkorns sind für Vögel, Igel und andere Nützlinge giftig.
Viele Menschen wollen diese „Nebenwirkungen“ der chemischen Präparate bei der Bekämpfung von Blattlaus und Co. vermeiden.
Pioniere beim Einsatz von Homöopathie für Pflanzen sind einige Winzer. Seit mehr als zwei Jahrzehnten experimentiert beispielsweise der Südtiroler Winzer Rainer Loacker mit der Homöopathie im Weinberg. Mit bestem Erfolg, wie er versichert.
Mittlerweile gibt es viele Erfahrungen im Gartenbau und allgemein in der Land- und Forstwirtschaft.

Christiane Maute hat Erfahrungen gesammelt

Ob kümmerliches Wachstum, Rosenrost, Schneckenbefall, Mehltau, Verletzungen beim Umtopfen oder durch den Baum- und Strauchschnitt – für alles gibt es eine homöopathische Möglichkeit der Lösung des Problems.
Christiane Maute hat in ihrem Buch „Homöopathie für Pflanzen“ einen praktischen Leitfaden zu den Möglichkeiten des Einsatzes von homöopathischen Mitteln in dem neuen Anwendungsbereich Pflanzen und Garten zusammengestellt.
Zum Weiterlesen:
pflanzengeister.info
spiegel.de/spiegel/spiegelwissen/d-67337626.html

Eine Meinung

  1. Sehr interessantes Thema. Der Einsatz der Chemiekeule ist sicherlich nicht immer empfehlenswert, so dass es sich lohnt mal über den Tellerrand zu schauen.

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