Fußball-Bundesliga: Vorschau auf den 23. Spieltag

Seitfallzieher beim Fußball

Am vergangenen Wochenende konnte der Hamburger SV mit einem langersehnten Sieg den vorletzten Tabellenplatz der Bundesliga verlassen. Nun findet sich der SC Freiburg auf diesem Abstiegsplatz wieder – und steht am Freitag in Berlin gehörig unter Druck.


Freiburg muss punkten

Einen Punkt holten die Freiburger aus den letzten vier Spielen – als „Belohnung“ finden sich die Breisgauer auf dem direkten Abstiegsplatz 17 (18 Punkte) wieder. Vor dem Spiel in Berlin am Freitagabend (20:30 Uhr) herrscht also Alarmstimmung. Besonders die Art und Weise, wie sich der SC nach einer 2:1-Führung gegen Augsburg noch ein 2:4 einhandelte, bereitet Trainer Christian Streich Sorgen. Gegner Berlin (Platz 7, 34 Punkte) spielt eine durchwachsene Rückrunde (zwei Siege, drei Niederlagen), hat aber noch Kontakt zu den internationalen Plätzen. Hertha-Torjäger Ramos ist angeschlagen, sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig.

Nordderby gegen den Abstieg

Als wäre ein Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV nicht schon brisant genug, bekommt die Partie am Samstag (15:30 Uhr) durch die Tabellensituation noch zusätzlichen Zündstoff: Bremen ist 14. (22 Punkte), der HSV 16. (19 Punkte). Es geht also für beide ums nackte Überleben. Beide Teams holten in der Rückrunde erst drei Punkte – Werder mit drei Remis, der HSV mit einem Sieg gegen Borussia Dortmund am letzten Spieltag. Beim HSV bangt man um Sturmtank Lassogga (Rückenprobleme), Verteidiger Westermann wird fehlen. Werder muss auf Kroos und Caldirola (beide gesperrt) verzichten.

Unter Freiburg und dem HSV steht nur noch Eintracht Braunschweig (Platz 18, 15 Punkte). Die Löwen brachten es letzte Woche in Nürnberg fertig, fast eine Stunde in Überzahl zu spielen, zwei Elfmeter zu bekommen und trotzdem mit null Punkten nach Hause zu fahren. Kontrahent Gladbach (Platz 6, 35 Punkte) schlingert bislang durch die Rückrunde, holte 2014 nur zwei Unentschieden. Die prima Hinrunde mitsamt Champions-League-Ambitionen droht verschenkt zu werden. Der angeschlagene Kruse kann spielen, Arango ist noch fraglich.

Beim FCA läuft es rund

Euro-League-Hoffnungen hegt der FC Augsburg (Platz 8, 34 Punkte), der bis auf einen Zähler an den Quali-Platz 6 heran gerückt ist. Bei der Truppe von Markus Weinzierl läuft es richtig rund, wie auch das 4:2 in Freiburg zeigte. Halil Altintop erweist sich immer mehr als Königstransfer, der junge Spieler wie Hahn führt. Gegner Hannover 96 (Platz 11, 24 Punkte) muss sich nach drei Pleiten in Folge wieder nach unten orientieren.

Kräftig ins Schlingern gekommen ist Bayer 04 Leverkusen (Platz 2, 43 Punkte): Die letzten vier Pflichtspiele gingen verloren, darunter das peinliche Pokal-Aus gegen den Zweiligisten Kaiserslautern und das ebenso blamable 0:4 gegen Paris in der Champions League. Nun will Bayer daheim gegen Mainz 05 wieder in die Spur finden. Mainz (Platz 9, 34 Punkte) hat dagegen nur eins der letzten acht Spiele verloren und schielt Richtung Euro-League. Allerdings fehlt in Leverkusen Nikolai Müller wegen Gelb-Sperre.

BVB muss gegen den Club aufpassen

Nach dem starken Auftritt am Dienstag in der Champions League will Borussia Dortmund (Platz 3, 42 Punkte) auch in der Liga wieder zu alter Stärke zurück finden. Dabei wird im Spiel gegen den FCN Marco Reus mit Gelbsperre fehlen. Die Clubberer ihrerseits legten einen Traumstart in die Rückrunde hin, gewannen vier von fünf Partien und machten in der Tabelle einen Sprung auf Rang 12 (23 Punkte). FCN-Innenverteidiger Per Nilsson muss seine rote Karte abbrummen.

Am Samstagabend (18:30 Uhr) treffen im Topspiel Bayern München und Schalke 04 aufeinander. Bayern – falls es noch jemanden interessiert – hat 14 Ligaspiele am Stück gewonnen und ist in der Bundesliga seit 47 Spielen unbesiegt. S04 startete mit vier Siegen und einem Unentschieden sehr gut in die Rückrunde, ließ sich dann aber am vergangenen Mittwoch mit 1:6 von Real Madrid in der Champions League abschießen. In erster Linie muss Schalke-Trainer Jens Keller also wohl seine Mannen moralisch wieder aufrichten.

Den Sonntag (15:30 Uhr) eröffnen Hoffenheim und Wolfsburg. Die TSG ist unten aus dem Gröbsten raus (Platz 10, 26 Punkte), für mehr wird es schon aufgrund der miserablen Abwehr (46 Gegentore) nicht reichen. Wolfsburg (Platz 5, 39 Punkte) dagegen hat die letzten drei Ligaspiele allesamt gewonnen und sucht den Kontakt zu den Champions-League-Plätzen.

Wann gewinnt Stuttgart?

Abgeschlossen wird der Spieltag von einem weiteren Abstiegsduell: Am Sonntag (17:30 Uhr) empfängt Eintracht Frankfurt den VfB Stuttgart. Die Eintracht (Platz 13, 22 Punkte) muss das höchst unglückliche Euro-League-Aus gegen Porto schnell abschütteln. Immerhin haben die Hessen in fünf Rückrundenspielen schon zweimal gewonnen und einmal Remis gespielt. Über eine derartige Bilanz wären die Schwaben (Platz 15, 19 Punkte) schon froh – bei ihnen gingen die letzten sieben Partien verloren!

Foto: Thinkstock, iStock, Sergey Nivens

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