Fritule: Rezept für das kroatische Krapfengebäck

Sie können mit Hefe, Joghurt oder gar Kartoffeln gemacht werden, mit Äpfeln, Orangenschalen oder Nelken und Zimt – Fritule. Jede Familie scheint ihr eigenes Rezept zu haben, gemeinsam haben sie nur das Mehl, einen gehörigen Schuss Alkohol – und dass die Kügelchen frittiert werden. Überall in Kroatien sind sie zu finden, doch ursprünglich stammen sie aus den Küstengebieten Istrien und Dalmatien. Und weder die Weihnachts- noch die Karnevalszeit ist ohne sie denkbar. Das folgende Rezept ist ein vergleichsweise modernes, leichtes; eine liebe Freundin hat es mir ans Herz gelegt, für gute Freunde und kalte Tage, an denen man einen Hauch Adriaküste besonders zu schätzen weiß. Gutes Gelingen und guten Appetit!

Fritule: Die Zutatenliste

Sie brauchen:

  • 2 naturbelassene Orangen
  • 3 Esslöffel Sonnenblumenöl
  • 2 Eier
  • 4 Esslöffel Zucker
  • 1 Teelöffel (mindestens) Loza, alternativ Rum
  • 300 g Joghurt
  • 16 gehäufte Esslöffel Mehl
  • 2 Päckchen Backpulver
  • Frittierfett
  • Puderzucker

 

Fritule: Die Zubereitung

1
Die Schalen der Orangen zusammen mit dem Weißen der Schale entfernen, das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden und diese in Öl auf niedriger Flamme so lange schmoren, bis sie glasig-bräunlich aussehen. Dann auf Küchenkrepp abtropfen und beiseite stellen.

2
Die Eier mit dem Zucker, dem Joghurt und dem Loza (alternativ Rum. Loza ist ein grappaähnlicher Traubenschnaps aus der Küstenregion) verrühren. Das Mehl und das Backpulver vermengen, über die Eimasse sieben und unterrühren. Dann die Orangenwürfel darunterheben, schon ist der Teig für die Fritule gemacht.

3
Das Frittieröl in einem hohen Topf oder in einer Fritteuse auf 180 Grad erhitzen. An einem Holzlöffelstiel, den man hineinhält, sollen feine Blasen aufsteigen, dann ist die Temperatur richtig. Mit zwei in Wasser getauchten Teelöffeln kleine Kugeln aus dem Teig formen und im heißen Fett ca. 5 bis 10 Minuten ausbacken, bis sie eine gleichmäßige leichte Bräune angenommen haben.

4
Es empfiehlt sich, anhand der ersten Partie die Garzeit zu ermitteln, die natürlich von der Größe der Kugeln und der Temperatur abhängt. Also kosten Sie ruhig! Die fertigen Fritule lässt man auf Küchenkrepp abtropfen und bestäubt sie dann großzügig mit Puderzucker. Am besten schmecken sie natürlich noch warm und frisch, aber man kann sie auch am nächsten oder übernächsten Tag noch genießen, ohne sie im Kühlschrank bunkern zu müssen.

Tipps und Hinweise

  • Statt der Orangen schmecken auch in Loza oder Rum eingelegte Rosinen sehr gut!
  Zubereitungszeit: ca 30 Minuten Schwierigkeitsgrad:  

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