Ford EcoSport Test in Spanien

Mini-SUV sind der Trend der Zukunft, haben die Marktforscher von Ford prognostiziert. Und daraufhin die zweite Generation vom Ford EcoSport nach Europa gebracht. Mit der absolvierten wir eine 160-km-Testfahrt in und um Barcelona.

Wenn der neue Ford EcoSport 2014 in den Handel kommt, so die Analysen, werden 65 Prozent der Käufer zum 1.0 EcoBoost-Direkteinspritzer greifen. Den hatte auch unser kineticblauer Testwagen, und wusste durchaus damit zu punkten: niedriges Geräuschniveau und für die primär geplanten urbanen Einsätze mit 92 kW/ 125 PS auch ausreichend stark. So man den EcoBoost denn auf Touren hält – die Nennleistung liegt schließlich erst bei derer 6.000 an. Mit der gut geführten Fünfgang-Schaltung lässt sich im Mini-SUV das zwischen 1.500 und 4.500 verfügbare Drehmomentmaximum von 170 Nm leicht an die Vorderräder verteilen. Allrad gibt es in Europa nicht, man geht von bestenfalls seltenen Ausflügen ins Gelände aus.

 

Zum Rasen eignet sich der EcoSport nicht

Große Freude beim Ford EcoSport-Test machte die direkte Lenkung, genau das richtige für die Stadt. Gleiches gilt für die eindeutig komfortorientierte Fahrwerksabstimmung, die Straßenschäden kaum weitergibt. Wer den EcoSport überambitioniert in die Kurven werfen will, bringt zunächst den 167cm hohen Aufbau zu Schwanken, radiert kräftig über die Vorderräder – serienmäßig 205/60er auf 16-Zoll-Alufelgen – und provoziert schließlich noch eine Intervention des ESP. Spaß bringen derlei Manöver im Ford SUV allein schon wegen der zwar uneingeschränkt langstreckentauglichen, aber an Seitenhalt armen Sitze ohnehin nicht. Zudem waren keine dachseitigen Haltegriffe an Bord, um dieses Manko der Sitze auszugleichen.

 

Handynutzung beim Ford EcoSport-Test kein Problem

Der Ford EcoSport Preis für unseren Turbo-Dreizylinder startet bei 20.200 Euro – so man denn mit der Basisfarbe, dem markant-fröhlichen Sonnengelb zufrieden ist. Die einzige Ausstattungslinie EcoSport Titanium hält komfortseitig so ziemlich alles bereit, was den städtischen Einsatz erleichtert. Gerade Ford SYNC zur unkomplizierten Einbindung von Smartphone oder SYNC AppLink+ zur sicheren App-Nutzung dürfte die anvisierte Kundschaft begeistern. Anders als beim Plattformspender Fiesta sind hier leider weder Navi, Active City Stop noch Start-Stopp-System lieferbar. Auch eine Einparkautomatik – der Traum in parkplatzarmen Ballungsgebieten – ist für das samt Ersatzrad 427 cm lange Stadtauto beim Ford Händler nicht erhältlich.

 

Der neue Ford EcoSport wirkt insgesamt nicht zu Ende gedacht

Fazit vom Ford EcoSport Test: Mit seinen klassischen SUV-Stärken wie erhöhter Sitzposition und dem vermittelten Sicherheitsgefühl sowie den geringen Abmessungen dürfte der EcoSport leicht die für 2014 angepeilten 4.000 Kunden finden. Der NEFZ-Verbrauch von 5,3 l/100 km liegt im Rahmen, der hohe Fahrkomfort gefällt. Auch der dank neigungsverstellbarer Rückbank flexible Kofferraum von regulär 333 Liter Volumen ist ein Gewinn. Alles in allem also ein empfehlenswerter Begleiter für alle, die ohne die erwähnten Extras leben können. Alle anderen können hoffen, dass dies in der ersten Modellpflege behoben wird.

 

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