Filmkritik: Ghostbusters

Die Neuauflage des 80er Jahre Klassikers “Ghostbusters“ ist in den Kinos. Selten wurde ein Film vor seiner Premiere so verrissen. Und das nur, weil nun vier Frauen auf Geisterjagd sind? Wir finden, der Film ist eine unterhaltsame Sommerkomödie…


Anstelle von Bill Murray, Dan Aykroyd, Harold Ramis und Ernie Hudson stehen nun vier taffe Frauen auf New Yorks Straßen: Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon und Leslie Jones gehen auf Geisterjagd. Seit der Bekanntgabe eines Remakes, schimpfen zahlreiche Ghostbusters-Fans über nahezu jede Kleinigkeit. Schon vor der Premiere in den USA wurde die humoristische Neuauflage des Filmes zerrissen. Jetzt ist der Film endlich gestartet, die Kritiken sind ordentlich, doch das Publikum will trotzdem nicht in die Kinosäle. Zu Recht?

Die Geschichte des Remakes ist bekannt: Drei Wissenschaftlerinnen werden für ihre Forschungen auf dem Feld der übernatürlichen Erscheinungen nicht ernst genommen, sollen am Ende jedoch Recht behalten. Als also wahre Geister in New York City gesichtet werden, werden die drei Doktorinnen – unterstützt von einer Zivilistin (Leslie Jones) – schlagartig zu Heldinnen, die die Welt vor der übernatürlichen Bedrohung beschützen müssen. Ein ganz klassisches Remake, nur eben mit Frauen statt mit Männern. Und vor allem: Mit was für Frauen!

Starke Besetzung

Alle vier Damen kommen aus dem Comedy-Bereich. Kristen Wiig ist den meisten deutschen Zuschauern vermutlich aus dem Erfolgsfilm „Brautalarm“ bekannt. In den USA ist sie längst ein Star! Melissa McCarthy wird seit Jahren mit internationalen Preisen überschüttet. An der Seite von Sandra Bullock spielte sie eine Polizistin in „Taffe Mädels“. In den letzten drei Jahren drehte sie zehn Kinofilme, stand für die Sitcom „Mike & Molly“ vor der Kamera und gab kürzlich ihr Comeback bei den „Gilmore Girls“ bekannt. Kate McKinnon und Leslie Jones sind bei uns in Deutschland eher weniger bekannt, in den USA sind sie jedoch erfolgreiche Comedians. Bekannt wurden sie durch die Sketch-Show „Saturday Night Live“. Auf dem Regiestuhl sitzt Paul Feig, der bereits drei Filme mit Melissa McCarthy drehte.

Neben den vier Mädels ist außerdem Hollywood-Beau Chris Hemsworth zu sehen. Der 32-Jährige spielt den dümmlichen Sekretär. Mit dieser Rolle erfüllt er das Klischee der dummen Blondine, die bis heute in zahlreichen Komödien zum festen Repertoire gehört. Diesmal aber als Mann.

Nicht jede Pointe ein Treffer

Der Film ist im Großen und Ganzen sicherlich sehr witzig. Viele Gags funktionieren und unterhalten das Publikum. Dennoch weist der Film auch einige Mängel auf. Nicht jede Pointe sitzt, an einigen Stellen scheint sich die Story zu verlieren. Weniger wäre in einigen Szenen sicherlich mehr gewesen! Besonders schade: Der Auftritt von Bill Murray wird wahrscheinlich zum größten komödiantischen Flop des Films.

Insgesamt aber zählt der Film mit zu den unterhaltsamen Sommerkomödien, die man an einem regnerischen Augustabend durchaus schauen kann…

Video: YouTube

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