Fighting mit Channing Tatum

Da dachte man, Filme, in denen junge Männer vom Niemand zum ultimativen Kampf-Champion aufsteigen, gehören der Vergangenheit an. Von Robert De Niro über Sylvester Stallone bis hin zu Jean-Claude van Damme wurden viele Schauspieler von wechselnder Qualität verpflichtet, das Hemd auszuziehen und einen starken rechten Haken zu zeigen.

Nun ist es an Channing Tatum, ehemals Model und demnächst als Duke in der Verfilmung von „G.I. Joe“ zu sehen, um als Shawn MacArthur sein Glück im Verprügeln für Geld zu suchen. Shawn versucht in New York mit kleinen Gaunereien zu überleben, bis Harvey Boarden, gespielt von Terrence Howard, ihn überredet bei illegalen Street-Fights anzutreten.

Der Erfolg stellt sich recht schnell ein und mit ihm kommt der Reichtum. Ernüchterung stellt sich aber ein, als Shawn feststellt, dass er nicht nur antreten soll, um zu Gewinnen, sondern ausschließlich des Geldes wegen. Als man gegen ihn wettet, muss er sich entscheiden, ob ihm der Sieg oder das Geld wichtiger ist.

Bei einer Story wie dieser sollte der Zuschauer besser nicht ein komplexes Gebilde wie „Fight Club“ erwarten. In „Fighting“ geht es nicht unbedingt um männliche Rituale und wie in unserer Gesellschaft damit umgegangen wird. „Fighting“ spielt einem im höchsten Maße konservativen Werteverständnis in die Hände. Hier wird der Traum vom schnellen Reichtum präsentiert, der Aufstieg, der Fall und die moralische Überlegenheit des ehrlichen Kämpfers gezeigt und das Hohelied der Ehre gesungen.

Das wäre alles nicht so schlimm, wenn man nicht eine gewisse Subtilität schmerzlich vermissen würde. Während „Rocky“ ein echtes Kind der Straße war und man in „Fight Club“ sah, dass Prügel auch weh tun, gibt es in „Fighting“ vor allem viele hübsche Menschen, die gut gefilmt und choreographiert ihre körperlichen Kräfte spielen lassen.

Am 14. Mai kann sich der Zuschauer selbst überzeugen, ob aus diesen Vorgaben ein guter Film entstanden ist.

[youtube rqT4ZJh8Sr4]

2 Meinungen

  1. Ist der Film etwa schon wieder verschoben worden?

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