Fabriken.de plötzlich kostenpflichtig – „Altkunden über den Tisch gezogen“

Bis vor kurzem war „fabriken.de“ noch eine kostenlose Plattform für Schnäppchen aller Art. Der Benutzer musste zwar die gekauften Objekte und Dienstleistungen bezahlen, doch für die Anmeldung selbst kam kein zu entrichtender Betrag auf ihn zu, lediglich persönliche Angaben bei der Anmeldung mussten gemacht werden. Anfang des Jahres nun wurde ein Newsletter per E-Mail versendet, der die angemeldeten Benutzer von fabriken.de davon in Kenntnis setzte, dass die Webseite von nun an sieben Euro im Monat kosten würde bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren. Der somit anfallende Betrag von 168 Euro wäre im Vorfeld zu bezahlen und wenn nicht innerhalb von zwei Wochen gekündigt würde, wäre den neuen AGB zugestimmt worden.

Regelungen für Neukunden

Für Neukunden mag dies zwar so gelten, für bereits angemeldete Kunden ist die Änderung von einer kostenlosen Mitgliedschaft in eine kostenpflichtige allerdings nicht durch eine bloße E-Mail zu bewerkstelligen. In der Tat muss der Altkunde dem neuen Vertrag ausdrücklich zustimmen, damit dieser Gültigkeit hat. Problematisch könnte noch das konludente Handeln sein, also sich so zu benehmen, dass dem Vertragspartner dadurch die Willenserklärung nahegelegt wird, ohne dass sie ausdrücklich stattfand.

Kunden von fabriken.de, die sich noch zu kostenlosen Zeiten anmeldeten, sollten also nicht in blanke Panik oder Zahlzwang verfallen. Laut § 305 BGB sind AGB nur dann Bestandteil des Vertrages, wenn ausdrücklich zugestimmt wurde. Zur Not ist es vielleicht besser auch den kostenlosen Vertrag zu kündigen oder mit möglicherweise anfallenden Rechnungen rechtlichen Beistand aufzusuchen.

Update: Selbst Golem.de hat darüber nun berichtet.

2 Meinungen

  1. Lese schon länger hier mit. Danke für den Hinmweis….

    Gruß Conny

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