Evora in Portugal und die Capela dos Ossos – die Knochenkapelle

Evora im Besonderen und Portugal im Allgemeinen können auf eine lange Geschichte zurückblicken, wie auch heute noch viele Bauwerke bezeugen. So spiegelt vor allem die Altstadt von Evora die bewegte Geschichte der Stadt wider und steht zu Recht auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes.

Sehenswürdigkeiten von Evora in Portugal

Ihren Ursprung findet Evora bereits bei den Römern, die dort den noch heute gut erhaltenen Diana-Tempel errichteten. Die Mauren folgten und bauten die Stadt mit Burg, Moschee und Mauer aus. Zu den Wahrzeichen von Evora zählt neben einem Aquädukt auch die Kathedrale und die historische Universität. Auch die „Anta Grande do Zambujeiro“, die größte Megalithanlage von Portugal außerhalb des Zentrums von Evora, lockt jährlich viele Touristen an.

Doch möchte ich hier eine ganz besondere Sehenswürdigkeit in Evora vorstellen: Die Capela dos Ossos. Die Knochenkapelle gehört zu der Kirche Sào Francisco und wurde aus den Gebeinen von mehr als 5.000 Menschen errichtet. Jeder einzelne Knochen ist gut erkennbar und wo anderenorts Stuck zur Dekoration verwendet wird, zieren in der Capela dos Ossos Schädel Wände und Pfeiler.

Capela dos Ossos – eine makabere Kapelle

Errichtet wurde die Knochenkapelle im 16. Jahrhundert von einem Franziskaner-Mönch, der seine Mitbrüder durch die Knochen zur Meditation inspirieren wollte. Eine makabere Idee, dessen Erfolg heute natürlich nicht zu belegen ist. Um wessen Knochen es sich in der Capela dos Ossos handelt, ist ebenfalls nicht geklärt. Manche behaupten, es seien die sterblichen Überreste von Mönchen, andere behaupten, sie gehörten einst Soldaten.

Eingestimmt werden Besucher der Knochenkapelle schon durch den Schriftzug am Eingang des Gotteshauses: „Wir hier versammelten Gebeine warten auf die Eurigen“. Doch soweit mir bekannt ist, ist eine Bestattung innerhalb der Capela dos Ossos nicht möglich, also müssen die toten Mönche wohl vergebens auf uns warten…

Eine Meinung

  1. Ich merke gerade das ich diesen Blog deutlich öfter lesen sollte- da kommt man echt auf Ideen.

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