Eine Mehlschwitze zubereiten: Rezept für helle und dunkle Einbrenne

Eine klassische Mehlschwitze, auch „Einbrenne“ genannt, ist nichts anderes als eine Mischung von erhitztem Fett und Mehl. Je nach Rezept und Vorlieben, eignen sich verschiedene Fette für die Zubereitung.

Wer eine weiße Mehlschwitze zubereiten möchte, verwendet dazu am besten Butter oder auch Margarine. Aber auch Schmalz oder flüssige pflanzliche Fette eignen sich sehr gut dafür. Mit verschiedenen Flüssigkeiten abgelöscht, entsteht immer wieder eine andere Soße. Geeignete Flüssigkeiten sind neben klarer Brühe, Wasser oder Milch auch alkoholische Getränke. Um eine braune Soße zu erhalten, wird Gemüse oder Fleisch angebraten und dann direkt mit Mehl eingestäubt. Auch Zwiebeln oder sonstige Zutaten können hier mitgebraten werden.

Da man bei der Zubereitung einer solchen Soße gänzlich auf die Verwendung tierischer Produkte verzichten kann, ist eine Mehlschwitze auch sehr gut für die vegetarische oder vegane Küche geeignet.

Mehlschwitze zubereiten: Die Zutatenliste

Zutaten für 0,5 l Soße

  • 1 EL Fett nach Geschmack, wahlweise Öl, Butter, Margarine, Schmalz
  • 2 EL Mehl
  • 500 ml Flüssigkeit, wahlweise Gemüsebrühe oder Fleischbrühe

 

Mehlschwitze zubereiten: So geht's

1

Fett erhitzen

Zunächst wird das Fett in einer Kasserolle erhitzt. Es darf nicht zu heiß werden, sonst verbrennt das Mehl.

2

Mehl hinzufügen

Nun wird das Mehl hinzugefügt und unter Rühren leicht bis dunkel (je nachdem, ob man eine helle oder dunkle Sauce haben will) angebräunt. Das nennt man auch anschwitzen, daher der Name Mehlschwitze.

3

Flüssigkeit hinzugießen

Wenn die Mehlschwitze die gewünscht Farbe (zwischen fast weiß, goldgelb und hellbraun) erreicht hat, wird mit kalter Flüssigkeit abgelöscht. Dazu nur einen Teil der Flüssigkeit hinzufügen und alles glattrühren. Nach und nach die restliche Flüssigkeit unter Rühren hinzufügen.

4

Garen lassen

Jetzt muss die Soße noch ca. 15 Minuten köcheln. Dabei sollte sie jedoch nicht stark kochen und oft umgerührt werden, damit sie nicht anbrennt.

5

Variationen

Aus dieser klassischen Mehlschwitze lassen sich zahlreiche, leckere Variationen zaubern. Wenn Sie eine Mehlschwitze zubereiten, wie oben beschrieben, können Sie durch den Austausch des Fettes oder der Flüssigkeit immer wieder eine andere Soße zaubern.

  1. Mit Butter, Parmesan und Milch wird es eine feine Béchamelsoße (z.B. für unser Lasagnerezept), die auch sehr gut zu verschiedenen Gemüsen, wie Brokkoli oder Blumenkohl, passt.
  2. Wenn Sie am Anfang eine Zwiebel in Öl glasig dünsten und daraus eine Mehlschwitze zubereiten, entsteht eine leckere helle Soße, die ebenfalls sehr gut zu Gemüsegerichten passt. Die Flüssigkeit kann hier frei gewählt werden.
  3. Verschiedene Aromaträger verfeinern die Soße noch. Gibt man z.B. Frischkäse oder Schmelzkäse hinzu, entsteht eine herzhafte Käsesoße, die ausgezeichnet zu Nudeln schmeckt.

Tipps und Hinweise

  • Wenn Sie eine Soße auf der Grundlage einer Mehlschwitze zubereiten, sollten Sie ständig rühren. So wird die Soße cremiger und es besteht nicht die Gefahr, dass etwas anbrennt.
  Zubereitungszeit: 20 Minuten Schwierigkeitsgrad:  

Foto: Svenja98 – Fotolia

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