Dijon: Mehr als nur Senf

Entscheidet man sich für den TGV, so ist man ab Paris bereits nach anderthalb Stunden in Burgund. Dijon bildet hier einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt Frankreichs und ist neben der Zuganbindung auch gut von zwei Autobahnen und einem eigenen Flughafen zu erreichen. Auch in der Geschichte wurde die Stadt durch ihre geografisch günstige Lage besonders beeinflusst.

Das berühmteste Kind von Dijon: ein Gewürz mit Geschichte

Dijon lag schon seit der Befestigung als Römerlager an der Kreuzung einer Handelsroute. Später kamen mehrere hinzu, darunter auch eine Gewürzstraße. Diese sollte die Stadtbewohner schon sehr früh mit außergewöhnlichen Zutaten konfrontieren. Im 13. Jahrhundert erhielt die Burgunderhauptstadt die rechtlich fest verankerte Monopolstellung zur Herstellung von Senf. Bald darauf siedelten sich zahlreiche Senfhersteller an, welche die Zutat jahrhundertelang nach einem gewissen Code of Practice wahlweise aus braunen oder schwarzen Senfkörnern herstellten. Heute sind davon nur noch drei übrig geblieben und selbst die Senfkörner werden nicht mehr hier sondern in Kanada angebaut.

Kulturelles Zentrum von Burgund

Vom Senfliebhaber Louis XI. zum burgundischen Parlamentssitz erhoben und im 18. Jahrhundert zur Universitätsstadt ernannt, hat sich Dijon bis heute mit ca. 25.000 Studenten und 6.000 Wissenschaftlern als geistiges Zentrum gehalten. Das Musée des Beaux Arts im Rathaus der Stadt zählt zu den wichtigsten Kunstsammlungen Frankreichs und mit der gotischen Kathedrale Saint Bénigne aus dem 11. Jahrhundert, sowie dem Notre Dame mit seiner faszinierend, burgundischen Form der Gotik, hat die Stadt so mancherlei touristische Sehenswürdigkeit zu bieten und ist in jedem Fall allein schon wegen dem idyllischen Flair durch die vielen Fachwerkbauten eine Reise wert. Außerdem finden zahlreiche Festivals statt, darunter dem Jazz, dem Theater oder der regionalen Folklore gewidmet. Und natürlich soll – bei aller liebe zum Senf –  auch der Burgunderwein, der hier direkt aus dem Herzen der Anbaugebiete stammt und genossen werden kann, nicht unerwähnt bleiben.

Eine Meinung

  1. Das Burgund ist eine herrliche Gegend. Die Weine, das Essen und in Beaune das Maison de Dieu. Ich kann nur jedem Fankreich-Freund diese Gegend empfehlen.

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