Ein besonders gelungener Manga-Roman

Ein bisschen durchgeknallt ist es ja schon, dieses Buch, dessen Basis der Manga Six ist: Eine gewisse Nana von einem Planeten namens Roku wird undercover auf die Erde geschickt, um die Tochter von TeroX, einer Riesenechse in Menschengestalt (oder umgekehrt) zu finden. Allerdings ist Nana eine völlig unfähige Spionin…

Luzie lebt mitten in Bayern, ihre Schwester Almut, gerade frisch aus Berlin zurück, geht ihr wieder mal mächtig auf den Geist, ihre Freundin Thea will plötzlich nichts mehr mit ihr zu tun haben und Nelli, die Neue, ist zwar faszinierend, aber irgendwie auch reichlich komisch. Stück für Stück findet Luzie heraus, dass der Manga und ihr Leben eng miteinander verknüpft sind und dass mit beiden irgendetwas nicht stimmt.

Die Geschichte ist spannend aufgebaut, entwickelt sich erst, wie leicht vorhersehbar und dann doch völlig überraschend. Der Autorin Martina Wildner ist es gelungen, den richtigen Ton zu treffen. Das als Manga verschlüsselte Abbild der Wirklichkeit in einer beschaulichen und von Trachtenjacken und Kuckucksuhren geprägten Umwelt passt da so was von überhaupt nicht rein, dass genau das den Reiz ausmacht.

Ein Roman an der Grenze zwischen Fiktion und Realität – zeichnerisch gekonnt ergänzt durch die Autorin selbst.

Martina Wildner: „Six“, erschienen im August 2008 bei Beltz & Gelberg, zu haben für rund 15 Euro.

 

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