Easy Virtue: Eine unmoralische Ehefrau

„Easy Virtue“ führt in eine Welt, in der die Zwanziger ihren Glanz verloren haben und die Dreißiger sich noch nicht entfalten konnte. Larita (Jessica Biel, „Der Illusionist“), Rennfahrerin und Witwe aus Amerika, trifft in Monaco den reichen Engländer John Whittaker (Ben Barnes, „Das Bildnis des Dorian Gray“).

Obwohl die beiden völlig unterschiedlich sind, heiraten sie auf der Stelle und reisen zum Landsitz seiner Familie in einem verschlafenen, englischen Nest. Hier muss sich Larita mit der ihr gänzlich unvertrauten Umgebung und den steifen Gewohnheiten ihrer angeheirateten Familie auseinander setzen.

Easy Virtue: Landadel trifft Jazz-Zeitalter

Der Großteil der Familie Whittaker ist geradezu schockiert von der „unmoralischen“ Ehefrau des Lieblingssohnes – allen voran dessen Mutter Veronica (Kristin Scott Thomas, „Der Pferdeflüsterer“), während allerdings sein Vater Jim (Colin Firth, „Mamma Mia!“) nach langer Zeit endlich wieder durch Laritas Anwesenheit auflebt. Larita versucht sich in dem steifen Haushalt selbst zu verwirklichen und scheitert letztlich an den Anfeindungen der Familie.

Was als Geschichte in der Tat nicht allzu komisch klingt wurde von Noël Coward für sein gleichnamiges Stück als Sozialkomödie aufbereitet, in der nicht die Tragik der Situation, sondern der Unterschied zwischen der alten, im Untergang befindlichen Welt und der schillernden, neuen für die Komik sorgt. Regisseur Stephan Elliott („Das Auge“, „Priscilla, Königin der Wüste“) folgt dem Stück dahingehend genau.

Noël Coward lieferte die Vorlage für die britische Sozialkomödie

Die Filmversion von „Easy Virtue“ bedient sich bei Noël Cowards einzigartigem Wortwitz und platziert die Personen in eine gelungene Wiederbelebung vergangener Zeiten. Dem Film ging bereits eine kontemporäre Stummfilmfassung voraus, die 1928 von Alfred Hitchcock gedreht wurde und bei uns unter dem Titel „Eine unmoralische Ehefrau“ bekannt ist.

Trailer zu Easy Virtue:

[youtube 0TMn6qbkzU0]

„Easy Virtue“ kommt mit gut zweijähriger Verspätung am 24. Juni 2010 auch in die deutschen Kinosäle.

Schreiben Sie Ihre Meinung

Ihre Email-Adresse wird Mehrere Felder wurden markiert *

*

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.