Beltane ist nach Ostara das zweite Frühlings- und Fruchtbarkeitsfest. Wie alle heidnischen Feste geht es auf vorchristliche Zeit zurück. Gefeiert werden das Erwachen der Natur, die Jugend und die Zeit der Neuanfänge allgemein. Beltane gilt oft als höchster Feiertag der Hexen. Er liegt genau zwischen der Frühlings-Tagundnachtgleiche (Ostara) und der Sommersonnenwende (oder Mittsommer) und bedeutet „Fest der strahlenden Sonne“.
Die besser bekannte Walpurgisnacht als Einleitung des Maifeiertags entspricht im Groben dem Beltane-Fest. Hexen sollen in dieser Nacht auf Besen zu ihren Tanzplätzen, besonders dem Blocksberg (dem Brocken im Harz) fliegen und in den Mai tanzen. Seit dem Zeitalter der Hexenverfolgung wurde von Seiten der Christen außerdem eine Teufelsverehrung und Vereinigung mit dem Teufel unterstellt.
Für die Kelten sollen an diesem Tag die Grenzen zwischen unserer Welt und der sogenannten „Anderswelt“ mit ihren Feen und anderen mythischen Wesen. Der heute noch bekannte Maibaum stammt vermutlich aus keltischen Zeiten, in denen die Häuser und Stelle zu Beltane mit frischem Grün geschmückt wurden.
Zu den traditionellen Bräuchen am 1.Mai bzw. in der Nacht davor gehören die heute noch verbreiteten Maifeuer, der Tanz in den Mai und der Maibaum. Der Sprung über das Feuer sollte den Schutz der Götter bescheren. Sprang ein Paar gemeinsam über das Feuer, galt es als verlobt.
Wicca feiern an Beltane die Vereinigung von „Gott“ und „Göttin“. Genau ein halbes Jahr von Samhain, dem Totenfest, entfernt, ist es das Fest des Lebens, der Sonne und der Freude.
