Die Verschwendung auf der Erde in der Doku Taste the Waste

„Taste the Waste“ ist das filmische Ergebnis einer internationalen Recherche und einer Kampagne, die täglich mehr Menschen überzeugt und zum Mitmachen anregt. Es geht um Lebensmittelverschwendung – 20 Millionen Tonnen weggeworfener Ware, die zu einem großen Teil nicht einmal den Konsumenten erreicht, bis sie im Müll landet. Die gleichnamige Webseite und Plattform der Kampagne stellt Artikel vor, unterstützt Aktionen und lebt auch nicht zuletzt davon, dass Verschwendungsgegner selbst ihre Arbeiten zur Aufklärung der Gesellschaft leisten. Einer von ihnen ist der Dokumentarfilmer Valentin Thurn, der seinen Film nun auch ins Kino bringt.

Taste the Waste: Lebensmittelverschwendung und ihre Auswirkungen

Für die Dokumentation „Taste the Waste“ wurden Interviews geführt mit Kritikern des Umgangs mit Lebensmitteln, aber auch mit Vertretern der Industrie und der Supermärkte, mit Kunden, Arbeitern und Aktivisten. Neben einer schier unglaublichen Statistik, in der jedes fünfte Brot, jede zweite Kartoffel und jeder zweite Kopfsalat oftmals schon vor dem Verfallsdatum und vor dem Verkauf an die Kunden weggeworfen wird, führt der Film auch das System an sich vor.

Wenn jede Ware perfekt sein muss – sei es in Form oder Farbe -, werden nicht ganz so perfekte Vertreter bereits bevor sie in den Laden kommen aussortiert und gehen somit direkt vom Feld auf die Deponie. Dahinter stehen wie so oft wirtschaftliche Aspekte, die auch dafür sorgen, dass völlig einwandfreie Lebensmittel weggeworfen werden, wenn sie sich nicht ausreichend gut verkaufen.

Der Dokumentarfilm zeigt aber auch Konzepte auf, mit denen man gegen die Lebensmittelverschwendung angehen kann. So wird beispielsweise gezeigt, wie man aus Brot ebenso gute Energie gewinnen kann und wie man sich als Verbraucher gegen die Misswirtschaft wehren kann.

Dokumentation von Valentin Thurn

Valentin Thurn hat „Taste the Waste“ in mehreren Fassungen („Frisch auf den Müll“, 45 Minuten, „Essen im Eimer“, 29 Minuten, eine internationale Fassung mit 55 Minuten) zur Verfügung gestellt, um seine Dokumentation mit ihrem wichtigen Anliegen auf so vielen Wegen wie möglich zum Zuschauer (und damit zum Verbraucher) zu bringen. Die 88-Minuten-Version lief auf der Berlinale, der Kinostart ist im Spätsommer oder Herbst angedacht.

Bis dahin kann man den Film noch bei folgenden Festivals und Terminen sehen:

Freitag, 15. Juli 2011, 19 Uhr: NaturVision Film Festival
Dienstag, 02. August 2011, 19 Uhr: Fünf Seen Film Festival, Gilching
Mittwoch, 03. August 2011, 19 Uhr: Fünf Seen Film Festival, Gilching
Sonntag, 28. August 2011, 20 Uhr, Danish Cinematheque, Kopenhagen

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Eine Meinung

  1. Einer der besten Doku-Film die ich jemals gesehen habe. Ich war mit ein paar Freunden im Hamburger Kino und der Film hat mich echt zum nachdenken gebracht. Vor allem das Containern hat mich interessiert! Wusste nicht das es sowas gibt, aber anscheinend machen das enorm viele Menschen – auch in Deutschland…

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