Die Mutkugel

Eigentlich wird ja empfohlen, dass Eltern auf dem Kopf stehen sollten, wenn sie dieses Buch gemeinsam mit ihren Kindern lesen wollen, aber das habe ich mir jetzt mal gespart. Es geht um Benno, der Angst vor dem Keller hat und sich fragt, warum eigentlich? Schließlich gibt es dafür, rational gesehen, gar keinen Grund. Eines Tages trifft er dort unten auf eine strahlend blaue Mutkugel, die ihn von da an begleitet und ihm zeigt, wie mutig er eigentlich ist. Und eines Tages, da braucht Benno die Kugel gar nicht mehr, er hat ja jetzt ein gutes Selbstbewusstsein und er hat Marie-Luise.

Der Kinderteil dieses Buches, das übrigens bereits aus dem Jahr 1998 stammt, gefällt mir sehr gut. Es holt viele Kinder dort ab, wo sie stehen, macht Mut, ohne übertrieben zu sein und zeigt Situationen, in denen es sich durchaus lohnt, seine Angst auch mal zu überwinden.

Der Teil für die Erwachsenen klingt eher ein bisschen wie eine Predigt. Letzendlich bietet er aber doch den einen oder anderen Denkanstoß und mehr will die Autorin Sabine Ebbecke auch gar nicht erreichen. Für sie geht es darum, neue Blickwinkel für das ganz individuelle ‚Persönlichkeitsmuster‘ der eigenen Kinder zu erkennen und Zeit zu finden, mal über sich selbst nachzudenken.

Warum es allerdings ‚Courage, Mütter!‘ heißt, ist mir ein Rätsel. Denn Väter betrifft die Problematik doch sicher auch immer mal wieder.

Sabine Ebbecke/Claudio: „Courage, Mütter/Die Mutkugel – ein Mutmachbuch für Eltern und Kinder‘, erschienen im Jahr 1998 bei Wingefeld, der Preis schwankt ziemlich, beim Verlag selbst kann man das Buch aber für acht Euro direkt bestellen.

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