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    Start » Die Christrose: Pflege, Standort und Wissenswertes über die Schneerose
    Gartenarbeit

    Die Christrose: Pflege, Standort und Wissenswertes über die Schneerose

    4. November 20113 Minuten Lesezeit

    Die Christrose (Helleborus niger), auch Schneerose oder Nieswurz genannt, ist eine immergrüne, winterharte und mehrjährige Pflanze aus der Familie der Hahnenfußgewächse.

    Sie kann eine Höhe von ca. 30 Zentimetern erreichen und bei idealem Standort bis zu 25 Jahre alt werden.
    Im Normalfall blüht die Schneerose von Januar bis März/April. Einige neue Züchtungen öffnen ihre Blüten aber auch schon im Dezember. Auch ihre Farbe variiert je nach Züchtung.

    Die ursprüngliche Christrose, die in Teilen der Alpen und des Balkans beheimatet ist, besitzt eine weiße Farbe.

    Christrose richtig pflegen: So wirds gemacht!

    1

    Optimale Pflanzzeit

    Christrosen können in den Garten gepflanzt werden, gedeihen aber auch im Kübel. Vorausgesetzt, sie haben ausreichend Platz. Möchten Sie die Pflanze in den Gartenboden pflanzen, ist die beste Zeit dafür der Frühherbst. Dann hat sie noch genügend Zeit, um sich an ihre Umgebung zu gewöhnen und für den Frost zu wappnen.
    Haben Sie Ihre Christrosen im Kübel gepflanzt und möchten sie diese, beispielsweise über Weihnachten, ins Haus holen, ist das nicht ideal, aber machbar. Beachten Sie dabei, dass sie einen möglichst kühlen Platz bekommt und dass sie nach ihrem Aufenthalt im Haus nicht gerade während einer Frostperiode wieder ins Freie kommt.
    2

    Der ideale Standort

    Sie mag einen lehmigen und kalkhaltigen Boden. Wichtig ist, dass der Untergrund wasserdurchlässig ist, da die Pflanze empfindlich auf Staunässe reagiert.
    Was die Lichtverhältnisse angeht, ist der ideale Ort unter einem laubabwerfenden Baum. Hier bekommt sie im Winter genug Licht, ist im Sommer aber nicht der direkten Sonne ausgesetzt.
    3

    Pflege

    Was die Pflege angeht, sind Christrosen relativ anspruchslos. Am liebsten werden sie einfach in Ruhe gelassen. Wenn Sie ihr etwas Gutes tun wollen, dann kalken Sie hin und wieder den Boden. Besonders wenn Nadelbäume in der Nähe stehen, kann das sehr von Vorteil sein, da diese den Boden sauer machen können.
    4

    Rückschnitt

    Es ist nicht zwingend notwendig, die Christrose zu schneiden, es schadet ihr allerdings auch nicht, da sie sehr schnell wieder austreibt. Manchmal ist es optisch von Vorteil, die Blätter zurückzuschneiden, damit die Blüten besser zur Geltung kommen.
    Wenn Sie nach der Blütezeit die alten Blüten stehen lassen, kann es durchaus passieren, dass sie verwildern, sich also von selber vermehren und ausbreiten.
    5

    Schön, aber schädlich

    So schön die Christrose auch ist, sie ist sehr giftig. Nicht nur für den Menschen, auch bei Tieren kann sie gefährliche Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Wenn Sie also Haustiere haben, die im Garten frei herumlaufen, sollten Sie entweder auf die Schneerosen verzichten oder entsprechende Vorsichtsmaßnahmen treffen.
    6

    Anwendung in der Medizin

    Wenn man an der pulverisierten Wurzel schnuppert, kann das zu Niesattacken führen, daher auch der Name Nieswurz. Früher wurde Niespulver und Schnupftabak aus den Wurzeln hergestellt. Das hatte allerdings mitunter verheerende gesundheitliche Folgen. In der Medizin wurde sie in früheren Zeiten bei Herzproblemen, Epilepsie und bei Wahnsinn eingesetzt. Auch als Abführmittel und Auslöser für Brechreiz fand die Nieswurz Verwendung. Gegenwärtig weiß man, dass es sich bei diesen vermeintlich gesunden Auswirkungen um Vergiftungserscheinungen handelte.
    Heute werden die Inhaltsstoffe dieser Pflanze in verdünnter Form in der Homöopathie eingesetzt. Beispielsweise zur Stärkung des Herzens, bei hohem Blutdruck und in der Frauenheilkunde.

     

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