Die 10 gefährlichsten Schuldenfallen: Und wie Sie sie umgehen

Hier haben wir für sie die häufigsten Schuldenfallen zusammengetragen. Besonders, wenn Sie zum Schuldenmachen neigen, sollten Sie sich vor diesen finanziellen Fallstricken in Acht nehmen. Im Zweifelsfall hilft nur eines: Konsequenz.

Schuldenfallen: Die Top 10

1

Dispo überziehen

Hüten Sie sich vor der Nutzung eines Dispositionskredits, der von vielen Banken automatisch gewährt wird. Der Dispo sollte lediglich eine Option im konkreten Notfall darstellen. Besondere Vorsicht ist dagegen mit Ausnahmen geboten. Diese werden schnell gefährlich, da sie sich schnell häufen. Alsbald reicht der Dispo-Rahmen nicht mehr aus und muss erhöht werden, was jedoch nur tiefer in die Schuldenfalle treibt.

2

Kreditkarte

Die Kreditkarte ist eine der gefährlichsten Schuldenfallen. Besonders verhängnisvoll: Wenn das Konto mit Teilzahlungsfunktion geführt wird. Schnell entsteht eine Schuldenspirale, aus der sich nur schwer wieder entkommen lässt. Tipp: Es ist mitunter der einzige Ausweg, Dispo und Kartenkredit mit einem Ratenkredit auszugleichen. Ansonsten empfiehlt sich die Nutzung einer Prepaid-Kreditkarte. Diese kann nur genutzt werden, wenn das Kreditkartenkonto über ein entsprechendes Guthaben verfügt.

3

Bestellungen im Internet & Bezahlung auf Raten

Meiden Sie Ratenkäufe! Diese sind besonders tückisch, da man allzu leicht den Überblick über finanzielle Verbindlichkeiten verliert. Gerade beim Online-Versandhandel sollten Sie aufpassen! Es ist verlockend und bequem, daheim mit wenigen Klicks die heiß begehrten Produkte der Wahl nach Hause zu bestellen. Dabei kann man sich schnell überschätzen. Bestellen Sie prinzipiell nur das, was Sie sofort bezahlen können.

4

Teure Handyverträge

Eine sehr typische Schuldenfalle ist ein teurer Handyvertrag. Exzessives Dauertelefonieren, falsch gewählte Tarife, teure Klingelton-Abos und unüberlegte Anrufe bei kostspieligen Hotlines summieren sich und führen schnell zur Verschuldung. Besonders gefährdet sind Jugendliche. Zur besseren Kostenkontrolle empfehlen sich Prepaidkarten. Mit ihnen kann man sich selbst ein Limit für die Kosten setzen. Ansonsten lohnt es sich, regelmäßig alternative Tarife zu vergleichen und nach günstigeren Angeboten Ausschau zu halten. Um den Überblick nicht zu verlieren, sollte man bei Handyverträgen unbedingt auch Einzelverbindungsnachweise anfordern und regelmäßig seine Rechnungen kontrollieren. Sehr sinnvoll ist auch ein vertragliches Limit des monatlichen Gebührenaufkommens.
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5

Eigener PKW

Die allermeisten Menschen finanzieren ihr Auto auf Kredit. Vorsicht: Häufig werden dabei die Unterhaltskosten unterschätzt! Statt die regelmäßigen Ausgaben für Steuern, Benzin und Versicherung ausreichend im Blick zu halten, sowie beim PKW-Kauf auf einen möglichst niedrigen Spritverbrauch zu setzen, konzentriert man sich nur auf günstige Kredite und gerät so in Gefahr, sich finanziell zu überschätzen.

6

Trennung und Scheidung

Eine besondere Herausforderung bei Trennungen sind die hohen Kosten für Zusatzmiete, neue Ausstattung und Möbel. Auch ein Rechtsanwalt kann schnell teuer werden. Gleichzeitig laufen alte Verbindlichkeiten weiter. Unterhalt vom Ex-Partner wird nicht immer pünktlich überwiesen. Besonders hart trifft es oftmals Frauen mit Kindern, aber auch für Scheidungsväter kann es finanziell eng werden. Ausbleibende oder verschleppte Unterhaltszahlungen sind nicht selten. Empfehlung: Gemeinsame Konten sollten sofort stillgelegt werden! Beim Thema Unterhalt sollte man knallhart bleiben, und Unterhaltsvorschuss über das Jugendamt beantragen.

7

Kaufrausch

Fast jeder kennt sie: Unkontrollierte Lust- und Frustkäufe. Um sich selbst zu belohnen, abzulenken oder Nachbarn und Freunde zu beeindrucken, wird exzessiv und gedankenlos geshoppt – und dabei unbemerkt übers Ziel hinaus geschossen. Besonders gefährdet sind Menschen mit niedrigem Selbstbewusstsein und großer Tagesfreizeit. Im Extremfall kann sich daraus sogar eine Kaufsucht entwickeln. Tipp: Hinterfragen Sie kritisch, ob die jeweilige Anschaffung wirklich notwendig ist. Kaufen Sie nichts, was Sie sich nicht leisten können. Gehen Sie nicht ohne Einkaufsliste aus dem Haus. Nehmen Sie einen zuvor abgezählten Bargeldbetrag mit und verzichten Sie bewusst auf Kartenbezahlung. Bleiben Sie konsequent.

8

Plötzliche Arbeitslosigkeit

Eine der allerhäufigsten Schuldenfallen ist plötzliche Arbeitslosigkeit. Nach einer Kündigung verliert man schon im ersten Jahr 37 bis 40 Prozent des bisherigen Einkommens. Die Kosten jedoch bleiben konstant. Hier ist sofortige Krisenintervention geboten! Die laufenden Kosten müssen so schnell wie möglich minimiert werden. Gleichzeitig sollte man sich mit vollem Einsatz der Arbeitssuche widmen. Bei Jobverlust empfiehlt es sich, zeitnah eine Schuldnerberatung in Anspruch zu nehmen. Das fällt nicht leicht: Nach dem Arbeitsplatzverlust ist es oft schwierig, seine Kaufgewohnheiten dem geringeren Einkommen anzupassen. Verhalten Sie sich dennoch möglichst sparsam, so dass Sie gar nicht erst in einen Liquiditätsengpass geraten.

9

Eigenheim

Auch bei der Immobilienfinanzierung werden Kredit- und Nebenkosten häufig unterschätzt, während die eigene Finanzkraft oft zu optimistisch eingeschätzt wird. Nachfinanzierungen beim Bau sind dann oft notwendig und führen zu zusätzlichen Belastungen. Tipp: Bei der Finanzierung sollten Sie nicht weniger als 25 Prozent an Eigenkapital einbringen. Bei den Baugeldangeboten macht guter Vergleich schlau. Auch öffentliche Fördermittel sollten dabei geprüft werden. Werden die finanziellen Mittel eng, sollten Bauherren an anderen Stellen kompromissbereit und flexibel sein.
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10

Schicksalsschläge und Krankheit

Besonders hart ist es, wenn man von persönlichen Schicksalsschlägen, Todesfällen und Krankheiten getroffen wird. So kann der Tod eines Angehörigen durch eine unsichere Erbschaft im schlimmsten Fall durch die Vererbung von Schulden einen weiteren Schock darstellen. Längere Krankheiten sind für den Einzelnen mitunter nicht nur auf persönlicher Ebene belastend, sondern können die finanzielle Gesamtsituation erheblich erschweren, da die Höhe des Krankengeldes mindestens 10 bis 20 Prozent unter dem letzten Nettogehalt liegt. Im Falle von schweren und langwierigen Erkrankungen kann Erwerbsunfähigkeit zu noch höheren finanziellen Einbußen führen. Empfehlung: Schöpfen Sie immer alle Kostenübernahmen der Krankenkasse aus! Sammeln Sie akribisch Quittungen und Belege für Arzneimittelzuzahlungen und Arztbesuche.

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