Diätpillen: Gewichtsreduktion mit Medikamenten

Immer mehr Menschen klagen über Übergewicht. Doch aufgrund fehlender Disziplin und vorherrschender Bequemlichkeit wählen viele den einfacheren Weg und greifen auf Diätpillen zurück statt mit einer gesunden, ausgeglichenen Ernährung und viel Sport das Ziel zu erreichen.

Entsprechend boomt der Markt und das Angebot von solchen Wundermitteln reicht von Appetitzüglern bis hin zu Fatburnern, die alle die tollsten Versprechen liefern. Es mag sein, dass einzelne Produkte tatsächlich das Abnehmen unterstützen, dennoch sollte man es sich mindestens zweimal überlegen, ob man das seinem Körper antun will. Hierfür ist interessant zu wissen, wie die meisten Diätpillen auf den Körper wirken.

Diätpillen: Wie wirken sie?

Es gibt unterschiedliche Diätpillen, die sich durch ihre spezifische Wirkung auszeichnen. Das klassischste und wohl bekannteste Mittel sind die Appetitzügler. Der Wirkstoff Sibutramin beispielsweise soll dem Gehirn ein Sättigungsgefühl vorgaukeln. Dabei soll nicht die komplette Nahrungsaufnahme unterdrückt, sondern vielmehr die Menge reduziert und der Hunger auf Zwischenmahlzeiten eingedämpft werden.

Alternativ gibt es Diätpillen die den Stoffwechsel anregen. Durch einen erhöhten Stoffwechsel wird der Körper animiert, mehr Kalorien zu verbrennen, was letztendlich den Grundumsatz erhöht und die Gewichtsreduktion unterstützt. Und dann gibt es da noch Diätpillen, die durch bestimmte Enzyme die Aufnahme von Fetten bzw. Kalorien im Körper verringern.

Die Diätpille und die Gesundheit

Klingt ja alles ganz fantastisch. Doch in vielen Fällen handelt es sich bei den Diätpillen um böse Pharma-Cocktails, die die Gesundheit schädigen können. Daher sind Diätpillen und Gesundheit nicht wirklich die besten Freunde. Das verdeutlicht schon der Blick auf viele bekannte Symptome, die durch die Einnahme von Diätpillen hervorgerufen werden können.

Beste Beispiele sind Herzrasen, Herzrhythmusstörungen oder Herz-Kreislauf-Probleme, ein erhöhter Blutdruck, Schlaf- und Essstörungen, Depressionen oder Angstzustände. Dennoch nehmen viele Abnehmwillige die gesundheitlichen Risiken in Kauf, weil sie an die Wirkung von Diätpillen glauben.

Und was passiert, falls man tatsächlich eine Gewichtsreduktion durch Medikamente erzielt haben sollte und die Diätpillen-Kur abgesetzt wird? Eine Vielzahl der Leute bleibt eben wegen fehlender Selbstdisziplin oder Bequemlichkeit nicht am Ball und darf sich über den JoJo-Effekt freuen.

4 Meinungen

  1. Danke für diesen Artikel – ich finde, man kann nicht oft genug vor diesen Diätpillen warnen. Ich habe während meiner Arbeit in dem Bereich abnehmen/ Diät bereits mit Vetrieblern solcher Mittel Kontakt haben „dürfen“ und war entstetzt, mit welchen Methoden sie ihre Panschereien unter die Leute bringen. Und das schlimme ist, dass es immer wieder Gutgläubige gibt, die aus Verzweiflung oder Hoffnung diese Mittel kaufen (statt darauf zu vertrauen, dass sie das auch ohne Pseudo-Wundermittel schaffen können).

  2. Zunächst einmal vielen Dank für deinen Beitrag. Oftmals werden Diätpillen als Wundermittel angepriesen, was sie letzendlich gar nicht sind. Wenn Inhaltsstoffe genau betrachtet werdenm, fällt auf, dass ein Großteil aller Mittel Stoffe wie grünen Tee, Koffein etc einsetzen um den Körper auf Trab zu bringen..mehr aber auch nicht. Ich drücke es immer einfach aus. Durch einige der Inhalststoffe wird der Körper in Wallungen gebracht. Das hat eine Anregung des Stoffwechsels zur Folge und somit eventuelle Gewichtsreduktion. Gesundheitlich gefährlich sind vor allem die „gepanschten“ Mittel, sprich chemisch modifizierte Produkte, die sich im Netz rumtummeln. Genannte Nebenwirkungen sind nur der Anfang allen Übels. Dann wären da noch die Präparate zu nennen, die wirklich in einigen Fällen Sinn machen. Nur diese bezeichnet man eher als Diätmedikamente. Xenical bspw. ist das meistverkaufte Mittel gegen krankhafte Fettleibigkeit. Inhaltsstoffe haben meist sättigende oder fettbindende Wirkungen. Meines Erachtens fehlt es der Diätindustrie an seriöser Deklaration der Produkte und einer qualitativen Produktion.

  3. Diätpillen sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie gut geschickte Manipulation durch die Pharmaindustrie funktioniert. Bei dem gewaltigen gesellschaftlichen Druck und der hohen Konsumsucht der Leute kann sich die pharmazeutische Industrie getrost darauf verlassen, dass es immer wieder willige Opfer gibt, die die Dinger kaufen. Risiken werden heruntergespielt, ein Nutzen ergibt sich oft lediglich durch Placeboeffekte und die Menge an potentiellen Abnehmern steigt ständig.

  4. Von Diätpillen vom Arzt halte ich auch nichts. Die Pharmaindustrie tut ihr bestes, nicht nur an der Krankheit, sondern mittlerweile auch an der Gesundheit anderer zu verdienen. Besser als jede Diätpille: Sport und kohlenhydrat- und fettreduzierte Ernährung!

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