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    Start » Der Jo-Jo-Effekt – Ein Mythos?
    Ernährung

    Der Jo-Jo-Effekt – Ein Mythos?

    15. November 20183 Minuten Lesezeit

    Abnehmen ist schon schwierig genug. Sobald man allerdings nach einer strengen Diät wieder normal isst, zeigt die Waage ganz schnell wieder unser Ausgangsgewicht. Häufig kommen allerdings noch ein paar Extra-Pfunde hinzu. Jo-Jo-Effekt wird diese Gemeinheit umgangssprachlich genannt. Und diese lässt sich sogar medizinisch begründen.

    Abnehmpillen, Low Carb, Low Fat

    Die Wege zum Wunschgewicht sind vielfältig. Ob nun Abnehmpillen der Schlüssel zum Glück sind oder aber Diäten, die über das Weglassen bestimmter Komponenten Erfolg versprechen – jeder muss herausfinden, was zu seinem Alltag passt und was er durchhalten kann. Manch einer kann sich ein Leben ohne Pasta nicht vorstellen, ein anderer glaubt, dass seine Mahlzeiten ohne Fett nicht schmecken. Die größte Schwierigkeit bei jeder Gewichtsreduktion besteht im Durchhalten. Selbst wenn man die richtigen Abnehmpillen gefunden hat (dabei hilft ein aktueller Test) gilt: Nur, wer es schafft, seine Ernährung dauerhaft umzustellen, wird langfristig schlank bleiben.

    Die bösen alten Gewohnheiten

    Fällt man nach einigen Wochen strengster Diät und zig verlorenen Kilos wieder in alte Gewohnheiten zurück, so wird es nicht lange dauern und der Jo-Jo-Effekt macht sich bemerkbar. Leider ist der nicht nur gemein, sondern auch ganz logisch. Sobald wir unserem Körper nämlich im Rahmen einer Diät Kalorien entziehen, so fährt der ganz automatisch auch seinen Stoffwechsel und damit den Grundumsatz runter. Experten bezeichnen das Funktionieren unseres Körpers in Ruhe als Grundumsatz: Unsere Organe arbeiten, Muskeln sind aktiviert. Dieser reduzierte Grundumsatz hält allerdings nach Beenden der Diät weiter an. Heißt: Nach erfolgreicher Diät läuft unser Stoffwechsel noch einige Monate auf Sparflamme, dabei essen wir aber wieder normal. Die Folge: Wir nehmen mehr zu, als wir abgenommen haben.

    Langsam abnehmen ist nachhaltiger

    Es ist durchaus möglich, den Jo-Jo-Effekt zu vermeiden. Experten empfehlen, auf Diäten zu verzichten, die in Kürze zu massiver Gewichtsreduktion führen. Nachhaltiger ist es, langsam abzunehmen, indem man dauerhaft gesünder und kalorienbewusster isst und mehr Bewegung in seinen Alltag integriert. Wer häufiger zu Fuß zum Bäcker geht, Treppen statt Fahrstühle nutzt und insgesamt das Auto häufiger stehen lässt, kann bis zu 300 Kilokalorien am Tag zusätzlich verbrennen. Ernährungsmediziner raten außerdem auf verarbeitete Lebensmittel zu verzichten. In ihnen stecken häufig viel Zucker und Fett. Besser ist es, so oft wie möglich selbst zu kochen. Und das Gekochte dann auch richtig zu genießen! Denn wer Mahlzeiten ganz bewusst und mit Freude in Gesellschaft zu sich nimmt, wird erkennen, dass Essen langfristig nicht mehr bloße Nahrungsaufnahme ist, sondern Genuss, Gesellschaft und Freude. Und das hält länger warm und satt als ein schnell hinuntergeschlungenes Fertiggericht zwischen zwei Terminen.

    Beitragsbild: Unsplash-797129-rawpixel

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