Champions League Finale 2008: ManU – Chelsea

Allein drei Teams aus England konnten sich in das Halbfinale der Champions League vorkämpfen, weshalb schon jetzt klar war, das mindestens eines von ihnen das Finale am 21. Mai in Moskau erreichen würde. Als gestern sich dann Manchester gegen den FC Barcelona mit einem knappen 1:0 Sieg ins Finale schoss, kannte der Jubel auf der Insel keine Grenzen. Doch was die Freude für die Vereinsmannschaften, ist die Trauer für die Nationalmannschaft, denn nur wenige Nationalspieler aus England haben Anteil am Erfolg, auch wenn gestern Paul Scholes mit einem Weltklassetor den Finaleinzug ermöglichte.
Mal abgesehen davon, hatte Manchester das Finale einfach verdient. Auch wenn sie in der Meisterschaft noch einmal zittern müssen, stellen sie in dieser Saison die reifere Spielanlage und den schönsten Fußball. Nicht umsonst ist Christiano Ronaldo wieder zum besten Spieler der Saison gekürt worden, auch wenn der exzentrische Portugiese nicht überall Freunde hat auf der Insel. Barcelona hingegen fehlten in dieser Saison einfach die spielerischen Mittel, um Manchester in Bedrängnis bringen zu können. Dort standen sich die Stars in diesem Jahr einfach selbst im Weg.

Spannung herrschte hingegen an der Stanford Bridge. Nach dem 1:1 im Hinspiel hatte eigentlich Chelsea die besseren Karten, was zunächst auch im Spiel besser umsetzen konnten. So gingen die Blues auch nach knapp 20 Minuten durch Drogba in Führung, nachdem Reina gegen Kalou noch spektakulär abwehren. Bis zur Pause waren die Mannen von Trainer Grant die bessere Mannschaft, aber wie so oft kann eine Pause das gesamte Spiel ändern. So kam Liverpool engagiert aus der Kabine und machte ordentlich Druck. Belohnt wurden diese Bemühungen durch ein Tor von Fernando Torres, der eine wunderbare Aktion von Benayoun mit einem Treffer abschloss. Da sich keine der Mannschaften einen Vorteil verschaffen konnte, ging die Suche nach dem Finalgegner von Manchester United in die Verlängerung.

Und dort wurde es noch einmal richtig dramatisch. Zunächst wurde in Tor von Essien aberkannt, nachdem Drogba die Sicht von Reina behindert hatte. Aber nur eine Minute später holte der deutsche Kapitän Michael Ballack einen Elfmeter heraus, den Lampard dann sicher verwandelte – 2:1 für Chelsea! Nun Liverpool am Drücker, aber das Tor machte wiederum Chelsea. Drogba vollendete eine tolle Vorlage von Anelka zum 3:1. Jetzt schien das Spiel eigentlich entschieden, bis sich Babel ein Herz fasste und Chelseas Torwart Cech mit einem 30-Meter Schuss überwand.

Am Ende blieb es beim 3:2 für Chelsea – aber was für ein fantastisches Spiel! 

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