Carsharing: car2go startet in Hamburg – Wir erklären wie’s funktioniert

Das Carsharing funktioniert folgendermaßen: Einmalig anmelden für 29 Euro, danach für 29 Cent per Minute ohne Mindestlaufzeit oder Ähnliches losfahren. Kosten für öffentliches Parken oder Tanken sind bereits inbegriffen.

Ist die Tankuhr auf Reserve füllt der Nutzer den Kraftstoffspeicher per jedem Fahrzeug beiliegender Tankkarte wieder auf, schreibt car2go ihm dafür 20 Minuten Gratis-Laufzeit gut. Das Geschäftsgebiet in der Stadt Hamburg darf verlassen, der smart kann aber dort aber nicht abgestellt werden. 

Auf der, der feierlichen Eröffnung vorhergehenden, Pressekonferenz durften den Köpfen der Unternehmung Fragen gestellt werden. Unter anderem standen Roland Keppler, Geschäftsführer der Europcar Autovermietung GmbH, Robert Henrich, Geschäftsführer der car2go GmbH und Christian Geiss, Leiter Marketing & Sales car2go, Rede und Antwort. auto.germanblogs war auch dabei und stellte einige Fragen.

Fragen an Roland Keppler, Robert Henrich und Christian Geiss

BMW und Sixt wollen in München ein sehr ähnliches Carsharing Konzept etablieren – allerdings mit den größeren Viersitzern Mini und BMW 1er. Werden Sie im Hinblick auf junge Familien und Freundeskreise ebenfalls größere Fahrzeuge ins Programm nehmen, vielleicht den künftigen smart forfour?

  • „Nein, derartiges ist bei car2go nicht in Planung, wir bleiben beim smart fortwo. Abgesehen davon hätte ein Viersitzer nicht mehr dessen immensen Vorteile bei der Parkplatzsuche. Außerdem herrscht so gut wie überhaupt keine Nachfrage nach großen Wagen. Wer dennoch ein größeres Fahrzeug benötigt, findet im Mietwagen-Angebot von Europcar ein günstiges.“
  • „Die Kreativität unseres Mitbewerbers beschränkte sich darauf, unser Konzept so gut wie unverändert zu übernehmen.“ (Raunen und Gelächter im Publikum)

Die smart der car2go-edition kommen mit dem Mild Hybrid-Benziner samt Start-Stopp-Automatik. Warum nutzen Sie nicht die sparsameren smart cdi mit Selbstzünder?

  • „Der Turbodiesel musste aus produktionstechnischen Gründen dem Ottomotor weichen; andernfalls hätten wir die Mietpreise deutlich erhöhen müssen, da die Änderungen der car2go-edition, dem weltweit ersten Carsharing-Auto, sonst erheblich komplizierter zu bewerkstelligen gewesen wären.“
  • „Daneben sprachen Convenience-Gründe seitens der Kunden für den Benziner: Er ist spritziger und läuft noch kultivierter.“

Der vielerorts getestete smart fortwo Electric Drive gehört in diesen Städten mittlerweile schon fast zum gewohnten Straßenbild. Wird das Elektroauto auch bei car2go Einzug halten?

  • „Klar, Elektromobilität ist für uns natürlich sehr interessant. Damit ein Elektroauto aber beim Carsharing funktionieren kann, müsste eine engmaschige Lade-Infrastruktur bestehen, mehrere Hundert Ladesäulen wären allein für funktionierendes Carsharing in Hamburg nötig. Da der smart fortwo Electric Drive aber schon im nächsten Jahr in Serie gebaut wird, unterliegt die diesbezügliche  Machbarkeit nach wie vor einer gründlichen Prüfung.“

Das Interview führte Automobiljournalist Arild Eichbaum.

4 Meinungen

  1. Das finde ich mal eine gute Idee! Ist ja wie mit den Fahrrändern von der Deutschen Bahn^^ aber nur nich, dass das Auto aufeinmal Blockiert und stehen bleibt. Wie wird eigentlich der Autodiebstahl vermieden?

  2. Der Nutzer muss sich mit Chip auf dem Führerschein und PIN legitimieren und beim Abstellen des Autos per Führerschein „ausloggen“. Zudem hilft das GPS „abhanden“ gekommene Fahrzeuge zu orten.

    Beste Grüße, Arild

  3. Ich verstehe den Sinn von Car Sharing überhaupt nicht. Bzw. besser ausgedrückt: Welchen echten Vorteil bietet mit Car Sharing? Heutzutage haben fast alle ein Auto (ja, auch in den Großstädten) oder sie fahren mit dem Fahrrad von A nach B. Gesetzt den Fall ich habe kein Auto, fahre normalerweise mit dem Fahrrad und möchte jetzt eine längere Strecke zurücklegen. Dann würde ich doch niemals auf die Idee kommen, mir einen Smart oder vergleichbares zu „sharen“. Die Fahrzeuge sind einfach nicht für kleine oder große Reisen gemacht. Das was ich mit dem Smart zurücklegen kann, kann ich auch mit dem Fahrrad fahren. Wenn ich mich also generell entscheide mit dem Fahrrad zu fahren (mir also kein Auto kaufe), wieso sollte ich dann für kurze Strecken auf einmal einen Smart mieten?Nur meine bescheidene Meinung

  4. finde das eine gute Idee – die Zukunft des mobilen Menschen in Großstädten liegt in solchen Konzepten. Ich wohne in Hamburg und habe kein Auto – wenn ich dennoch z.B. mal meine Oma vom Bahnhof abholen muss ist sowas ideal!

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