Kategorie: Bücher
Von Thriller bis Liebensroman: Mit einem guten Buch lässt es sich so richtig gut entspannen und dem Alltag entfliehen. Hier werden die neusten Schmöker präsentiert.
„Rückt der Bauer im Schachspiel auf das achte Feld, an den Rand des Spielfelds, vor, so kann ihn der Spieler gegen eine Figur seiner Wahl tauschen. Der Bauer kann sich also in eine Dame verwandeln, die machtlose Figur in eine mächtige, der Mann in eine Frau“
Hermann Hesse war ein begehrter Rezensent und bekam Massen von Manuskripten zugesandt. Doch wohin mit dem Papiermüll? Der Dichter hatte da eine Idee …
Foto: Gaienhof am Bodensee
In der westlichen Welt, dem Gebiet der sogenannten christlich-abendländischen Kultur wird man heute schon als Ausnahme-Erscheinung angesehen, wenn man die Bibel, das Buch der Bücher, komplett gelesen hat. Aber es gibt ein Buch, bei dem es noch weitaus ungewöhnlicher ist, es komplett gelesen zu haben: Die Enzyclopædia Britannica! Die Britannica oder die EB, wie Ihre Benutzer sie liebevoll abkürzen, ist das umfangreichste moderne Lexikon der westlichen Welt. Und sie ist nicht nur umfangreich, sie ist auch gut! Der amerikanische Journalist A. J. Jacobs hat es unternommen, die rund 33.000 Seiten der Britannica zu lesen. Und er hat ein Buch darüber geschrieben! Nun wird manch einer denken, was soll schon dabei herauskommen, wenn einer über eine so langweilige Sache wie das Lesen eines Lexikons ein Buch schreibt. Sie werden sich wundern, was für ein erstaunlich lebendiges und witziges Buch dabei herausgekommen ist!
In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung stand ein Bericht von der Beerdigung Robert Gernhardts. Dort wurde er als zweitgrößter Dichter Frankfurts bezeichnet. Keiner hätte es gesagt, aber alle hätten es gewußt.
V.S.Naipaul hat wenige Wochen nach dem 11.09.2001 in seiner Rede anlässlich der Nobelpreisverleihung an ihn erklärt, die komplexen Zusammenhänge der heutigen Welt könnten nur noch in journalistischer Form dargestellt werden. Und tatsächlich wurden wir schnell mit Sachbüchern zum 11.September überschwemmt. Doch so nach und nach erscheinen auch immer mehr Romane, in denen sich dem Unmöglichen genähert wird.
Das
lawblog stellte schon Ende August erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen der Geschichte des Schmetterling-Sammlers Frederick Clegg aus John Fowles: Der Sammler (1963) und dem Kampusch-Entführer Priklopil fest. Die Welt schreibt heute ab und fasst die Diskussion zusammen. Inwieweit bieten literarische Vorlagen Anleitungen für Verbrechen? Und: müssen manche Romane verboten werden?
Wie konnte das nur passieren? In Daths Brief-Roman-Essay wird die hübsche Idee von Drastik als kulturindustriellem Restschleim einer gegen die Wand gefahrenen Moderne eingeholt von einer peinlichen Pennälergeschichte
Die Orgien der Damen waren keine Degenerierung des Kultes, sondern seine Wiederbelebung … durch die frenetischen Zustände beim Klang der Flöte, den Appell an den heimlichen Geliebten oder den Esel, diesen mythischen Notbehelf der vom Wein berauschten Matronen
Weil er die Großkritikerplakette nicht am Revers trägt, darf Denis Scheck in seiner Sendung „Druckfrisch“ Bücher essen
Norddeutschland ist ein Land (?) der Literatur, meinte der NDR und veranstaltete eine Wahl zu den ?Büchern des Nordens?. Heraus kam eine Ranking-Show mit wenig überraschendem Ergebnis. Ein paar der Top20-Autoren leben sogar noch.
