Kategorie: Bücher
Von Thriller bis Liebensroman: Mit einem guten Buch lässt es sich so richtig gut entspannen und dem Alltag entfliehen. Hier werden die neusten Schmöker präsentiert.
Robert Macfarlane hat die undankbare Aufgabe, für die NY Times einen „außerordentlich schlechten“ Roman von Irvine Welsh zu besprechen
Wolf von Niebelschütz ist immer noch einer der Geheimtipps der deutschen Nachkriegsliteratur. Er hat zwei umfangreiche Romane geschrieben, die beide seit ihrem Erscheinen mehr oder weniger kontinuierliche lieferbar waren, also seit vielen Jahrzehnten sich langsam aber sicher eine immer noch wachsende Menge von Lesern erobern konnten. Solche Slowseller leben von der Mund-zu-Mund- Propaganda, von Lesern, die sich Buchempfehlungen wie Geschenke überreichen. Allerdings fehlt bis heute eine detaillierte biographische Darstellung zu Wolf von Niebelschütz oder sonst eine umgangreichere akademische Belästigung des Autors. Also: Paradiesische Zustände für Leser!
Was Heidegger, Hegel, Leibniz und selbst Zygmunt Bauman nicht denken wollten, Benjamin hat es geahnt: Das Hier und Jetzt ist jetzt und hier das Überall
?Es gibt keinen Grund, weshalb das Gute nicht das Böse besiegen sollte, sobald die Engel sich endlich gemäß Mafia-Richtlinien organisieren.“ So lautet der Prolog im neuen Buch des großen amerikanischen Schriftstellers Kurt Vonnegut. Er hat ein kluges essenzielles Abschiedsbuch geschrieben, indem er auch dem ursprünglichen Grund des Schreibens nachgeht. >Man ohne Land< so der Titel seines Buches in dem er ein Resümee sowohl seines Lebens als auch der amerikanischen Geschichte soweit er sie erlebte, zieht. Dies tut er in klarer Distanz zur derzeitigen Amerikanischen Regierung ganz nach seinem Credo, die Dinge offen anzusprechen.
Hat bitte schön noch irgendjemand Lust auf oder Freude an einer weiteren Grass Debatte? Nie im Leben hätte ich geglaubt, dass die Wogen derart hoch kochen könnten. Heute schreibt Peggy Parnass in der taz und ich finde ihr Text wäre ein passendes Schlusswort in dieser Angelegenheit. Wer sich gestern noch das TV-Interview, das Ulli Wickert mit Günter Grass an dessen Urlaubsort rasch aufgezeichnet hat und dafür alle anderen Autoren und damit ihre Bücher seiner geplanten Sendung vernachlässigte, angesehen hat, den beschleicht, genau wie mich, allmählich auch das Gefühl, dass es sich auch um einen Teil der PR Maschinerie für das Neue Buch handelt.
Vor einem Dreivierteljahrhundert war Walter Benjamin ordentlich stoned. Die Protokolle seiner Drogenversuche sind jetzt auch englischsprachigen Lesern zugänglich
Die Türkei behandelt nichtkonforme Schriftsteller noch immer wie Verbrecher. Für politische Hardliner ein probates Mittel gegen den EU-Beitritt
Von ?Bildersturz und Heldenklau“ spricht Tilmann Krause in der Welt. Und nimmt damit geschickt, ohne zu rezensieren die markanten Inhaltlichen Punkte des neuen Grass Buches vorweg. Im Folgenden sei der Text von Tilmann Krause zitiert, weil er vielen Spekulationen (meines Erachtens nach) die Schärfe nimmt.
Das ist nicht sicher – eher nein,aber auf alle Fälle sorgt er für aufgeregte Journalisten und gefüllte Zeitungsseiten.
Die Debatte um Günther Grass hält an und beschäftigt mittlerweile nahezu sämtliche Feuilletons, soweit sie bislang erscheinen konnten.
Wochenzeitungen wie die ?Zeit“ zum Beispiel, müssen sich ja noch etwas gedulden, jedenfalls in der Printversion.
Nun hat es auch den SPIEGEL erwischt: Nachdem SZ, BILD, Brigitte, Stern und Zeit alle ihre Buch- oder DVD-Editionen gestartet haben, will auch Deutschlands bedeutendstes Nachrichtenmagazin endlich nicht mehr länger hintanstehen und veröffentlicht seine eigene Buchreihe: »SPIEGEL-Edition ? Die Bestseller«. Grundlage für die Auswahl der 40 Titel, bunt gemischt aus Belletristik und Sachbuch, waren die SPIEGEL-Bestsellerlisten. Das alles wäre nur einen kurzen Hinweis wert, aber Volker Hage, Matthias Matussek und Mathias Schreiber haben sich zusammengetan und eine Ankündigung für die Reihe geschrieben, die es in sich hat!
