Buchtipp der Woche: Simon Beckett – „Der Hof“

Bekannt ist Simon Beckett für seine Romane um den britischen Pathologen David Hunter. 10 Millionen Exemplare hat Beckett bislang abgesetzt von Büchern wie „Verwesung“, „Leichenblässe“ oder „Kalte Asche“, die nichts für schwache Mägen sind. Hätte man sich also denken können, dass sich auch hinter einem so harmlosen Titel wie „Der Hof“ keine ländliche Träumerei verbirgt.

In Frankreich spielt der Roman, sein Held aber ist ein Engländer. Sean ist auf der Flucht, hat vielleicht jemanden umgebracht. Dann tritt er in eine Bärenfalle und landet auf dem Hof des mürrischen Bauern Arnaud. Der hat zwei schöne Töchter, die sich um Sean kümmern, ihn pflegen, bis er wieder auf den Beinen ist. Als Arnaud ihm anbietet, noch eine Weile zu bleiben und bei der Renovierung des Haupthauses zu helfen, nimmt Sean an: Weil er sich hier in Sicherheit wähnt, und weil er romantische Gefühle für die ältere Tochter entwickelt. Doch nach und nach zeigt sich, dass ein düsteres Geheimnis auf den Bewohnern lastet.

Klasse, wie Simon Beckett die Spannungsschraube nach und nach anzieht, wie er mit unseren Erwartungen spielt (am Anfang könnte man denken, das Buch entwickelt sich in Richtung Stephen Kings „Misery“) und wie sich schließlich am Ende alles perfekt zusammenfügt. Mit „Der Hof“ dürfte Beckett einer der ganz großen Bestseller des Jahres gelingen. Welche Bücher dieses jahr noch Erfolg versprechen, lesen Sie hier.

Simon Beckett
Der Hof
Wunderlich
458 Seiten
19,95 Euro

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