Es gibt zahlreiche Fastenkuren, die alle ein Ziel verfolgen: den Körper auf einem natürlichen Weg zu entschlacken. Dabei wird aber nicht auf Medikamente oder dergleichen zurückgegriffen, sondern vielmehr während der Fastenzeit weitestgehend auf feste Nahrung verzichtet.
Das Buchinger Fasten, benannt nach dem gleichnamigen Erfinder und Entwickler Dr. Otto Buchinger, ist die bekannteste Form des Fastens.
Buchinger Fasten: Die Grundlagen der Fastenkur
Die Grundlage der Fastenkur nach Buchinger ist, dass der Körper nur dann entschlacken bzw. entgiften kann, wenn die eigenen Energiereserven angegriffen werden. Damit dies gelingt, kommt es beim Buchinger Fasten zu einem zeitlichen begrenzten Verzicht auf feste Nahrung sowie auf jegliche Form von Genussmitteln.
Auf dem Speiseplan stehen lediglich kalorienarme Getränke wie Säfte, Tee, Wasser oder dünne Suppen. Dadurch liegt die tägliche Kalorienzufuhr unter 250, so dass der Körper zur Energiegewinnung auf Fettdepots aber auch auf Muskeleiweiß (Folge: Muskulatur wird abgebaut) zurückgreift.
Doch wem diese Grundlage für eine Fastenkur etwas zu radikal erscheint, der kann natürlich auch andere Formen (z.B. Schrothkur) vorziehen. Diese sind nicht ganz so konsequent und bieten eine längere Umstellungszeit. Doch egal, für welche Fastenkur man sich am Ende entscheidet: Sie sollten immer unter ärztlicher Aufsicht geschehen, wie bspw. in einer Kurklinik.
Buchinger Fasten: Anleitung und Fastenplan
Die Anleitung beim Buchinger Fasten sieht drei Phasen vor. Am ersten Tag kommt es zu einer Entlastung des Körpers, die durch leichte Kost wie bspw. Reis, Obst, Gemüse und Säfte gewährleistet wird. Durch diese Umstellung soll sich der Körper auf das bevorstehende Fasten gewöhnen. Danach schließt sich schon der erste Fastentag an, der eine Darmentleerung vorsieht.
Die Darmentleerung ist ein fester Bestandteil bei jeder Fastenkur und kommt bei Buchinger insgesamt zwei- bis dreimal vor. Während der eigentlichen Fastenkur ernährt man sich ausschließlich von Fastentees, Säften oder Gemüsebrühen. Das Fasten wird über mehrere Tage beibehalten, wobei es auch zu einem schnellen Gewichtsverlust kommt.
Zum Ende des Buchinger Fasten stehen ein bis zwei Aufbautage auf dem Programm. Mit Obstkompott, leichtem Knäckebrot, Salat oder Kartoffeln wird der Körper wieder an feste Nahrung gewöhnt. Einen kompletten und typischen Fastenplan gibt es hier.
