Borgia: teuerste Serie aller Zeiten

Dem öffentlich-rechtlichen Sender ZDF gelang jetzt ein ganz besonderer Coup: Als Koproduzent neben Atlantique Production/EOS Entertainment, dem ORF und dem französischen Canal+, ist der Sender jetzt an der Produktion einer der bisher teuersten europäischen Fernsehserien beteiligt.

Dabei handelt es sich um „Borgia“, eine mehrteilige TV-Serie über die berühmt berüchtigte Adelsfamilie aus Italien.

Die Borgia – eine der teuersten Serien aller Zeiten ab Herbst 2011 auf dem ZDF

Das 25-Millionen-Projekt wird unter der Regie von Oliver Hirschbiegel in den Prager Barrandov-Studios gedreht, in denen die Sixtinische Kapelle und die Gemächer des vatikanischen Palastes nachgebaut wurden. Ebenfalls entstehen auf dem Studiogelände auch noch der Petersplatz sowie Straßenzüge des mittelalterlichen Rom. Außendrehs erfolgen dann in Prag und in Teltsch. Die Serie soll im Herbst 2011 fertig gestellt werden. Dann wird das Zweite Deutsche Fernsehen die Serie voraussichtlich in sechs Folgen, die jeweils gut 100 Minuten lang sein werden, zeigen.

Inhaltlich dreht sich das kostspielige TV-Highlight „Borgia“ um die italienische Adelsfamilie Borgia aus dem 15. Jahrhundert. Die besondere Familie stellte zwei Päpste und zeichnet sich besonders dadurch aus, dass sie wie keine andere den Geist der Renaissance mit den heute kaum mehr vorstellbaren Widersprüchen verkörpert. So war die Familie vor allem rücksichtslos, korrupt, gewalttätig und intrigant. Man sah die Borgias sogar als eine Art Mafia an, die sich in Ämter und Hierarchien einkauften um dann systematisch ihre eigenen Verwandten in wichtige Stellungen brachte.

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Skandale, Liebschaften und vor allem Gegensätze

Doch auf der anderen Seite erreichte die Kultur der Renaissance unter ihrer Herrschaft mit Genies wie Leonardo da Vinci und Michelangelo ihren absoluten Höhepunkt. Kein Wunder also, dass die Familie einen gigantischen Erzählstoff bietet, der sich bestens für ein großangelegtes und sehr viel versprechendes filmisches Abenteuer eignet, das wirklich alles zu bieten hat. Nicht umsonst verspricht die Fernsehserie über die facettenreiche Adelsfamilie ein wahrer Höhepunkt in dem noch so jungen Fernsehjahr zu werden.

Auch die Besetzung deutet mit den internationalen und nationalen Filmgrößen etwas ganz Großes an: Für die Rolle des Rodrigo, dem späteren Papst Alexander VI., steht John Doman, den man besonders durch seine Rolle in „Emergency Room“ kennt, vor der Kamera. Seine Filmtochter Lucrezia wird von der 17-jährigen Isolda Dychauk gespielt, die zuletzt als Gretchen in Alexander Sourovs „Faust“-Verfilmung überzeugen konnte. In weiteren Rollen sind zudem auch Stanley Weber, Mark Ryder, Andrea Sawatzki, Udo Kier, Assumpta Serna und Marta Gastani.

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