Bin ich anders? Andrej Usatschow behandelt die Themen Mobbing und Selbstwert

Andrej Usatschow befasst sich auf kindliche Weise mit Mobbing

Ein Schnabeltier, das in Europa lebt, das hat es nicht einfach. Es sieht aus wie ein Maulwurf, hat einen Entenschnabel und legt Eier. Die anderen Tiere wollen nichts mit ihm zu tun haben, machen sich lustig über sein Aussehen und versuchen es gar soweit zu bringen, dass es sich etwas antut. Egal, was das Schnabeltier probiert, es ist und bleibt unbeliebt und ausgestoßen. Zuerst vergräbt es sich, taucht nur nachts im Fluss nach Würmern und Krebsen. Doch dann beschließt es irgendwann verzweifelt, vor der Situation davonzulaufen – bis ans Ende der Welt. Doch als es da ankommt, erwarten das kleine niedergeschlagene Schnabeltier eine ganze Menge Überraschungen.

Die Verzweiflung von Gemobbten perfekt gespiegelt

Mal abgesehen davon, dass die Übersetzerin Simone Peil einen massiven Grammatikfehler eingebaut hat, der auch dem Lektorat entgangen zu sein scheint und mal abgesehen davon, dass so etwas bei einem Bilderbuch eigentlich nicht passieren sollte: Das Buch ist trotzdem klasse. „Bin ich anders?“ zeigt sehr schön, wie einsam und verzweifelt sich Menschen fühlen, die von anderen gemobbt werden, die keine Freunde finden und niemanden haben, dem sie sich zugehörig fühlen können. Der in Russland sehr bekannte, in Moskau lebende Autor Andrej Usatschow hat die Angst und das Misstrauen des kleinen Tieres bei seiner Ankunft in Australien mit wenigen Worten eingefangen. Perfekt unterstrichen durch die raffinierten Illustrationen von Anke Faust. Das Wort Toleranz bekommt hier eine ganz neue Bedeutung.

Dieses Bilderbuch ist geeignet als Gesprächsbasis für alle Altersgruppen

„Bin ich anders?“ ist ein Bilderbuch. Allerdings eines, das nicht nur die eigentliche Zielgruppe anspricht, sondern sich an jede Altersgruppe wendet. Es eignet sich als optimale Grundlage für Gespräche zum Thema Mobbing. Im Unterricht, aber sicher auch schon im Kindergarten.

Andrej Usatschow und Anke Faust: Bin ich anders?, erschienen beim NordSüd-Verlag im Februar 2012 zu einem Preis von 13,95 Euro. Geeignet ab zweieinhalb bis neunundneunzig. Ein schönes Extra: Das Buch kann mit einem Code als MP3-Hörbuch heruntergeladen werden und dann liest der HörFux die Geschichte so oft vor, wie man will. Auch dann, wenn Mama oder Papa mal keine Zeit haben!

2 Meinungen

  1. Franz Josef Neffe

    Das ist ja fast wie die Ich-kann-Geschichten für Erwachsene ab 9 und Kinder bis 90 Jahre. Am Ende der Welt – wenn man ganz weit weg von seinem ICH KANN NICHT weg zu sein meint – hat sich nur das NICHT verbraucht und es ist das ICH KANN übrig geblieben.
    Der Mensch ist nicht einfach ICH. Er ist nur ICH wenn er sein KANN erkannt hat und mit ihm EINS geworden ist. Dazu hilft ihm eine Pädagogi,k die dauernd seinem NICHTKÖNNEN nachspürt, um es ihm unter die Nase zu reiben, soviel wie ein Wegweiser, der einen von München nach Augsburg über Tokio schickt.
    Sollte tatsächlich bei dieser Pädagogik jemand ins Ziel kommen, so werden alle sich ständig beschwören: „Es ist schwer, schier menschenunmöglich, man schafft es nicht!“ Welch eine Grundlage für menschliche Entwicklung.
    Wenn jemand darauf dressiert ist, so barbarisch mit sich und seinen feinsten Geistes- und Seelenkräften umzugehen, zieht er MOBBING & Co. an wie ein Schwamm das Wasser. Der Mobber zeichnet sich dann dadurch aus, dass er mit deinen Kräften noch besser schlecht umgehen kann als du es gelernt hast.
    Beide lassen die wichtigsten, feinsten, genialsten Geistes- und Seelenkräfte in sich verkommen. Und die Pädagogik macht da meist nur noch Druck obendrauf und macht damit die Kräfte, die doch dringend zum Wachsen gebracht und entwickelt gehörten, platt.
    Als Ich-kann-Schule-Lehrer setze ich ganz bewusst und gezielt dagegen: „Wenn ich mit deinen Kräften & Talenten BESSER umgehe als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir.“ Da wird die Lösung ganz einfach und tief wirksam. So hat z.B. die 7jährige Sabrina, die schon nicht mehr leben wollte, weil sie täglich von ihrer Lehrerin vor der Klasse blamiert wurde, den verwahrlosten GUTEN Kräften in ihrer Lehrerin einfach alles zu-gedacht, was ihnen zum GUTsein fehlte. Die Frau änderte sich binnen Tagen. Sabrina hatte statt Druck SOG gemacht. Druck macht die Kräfte platt, Sog richtet auf und lässt die guten Kräfte wachsen und lenkt sie. D
    Sabrina ist ein konkretes Beispiel, wie der Gemobbbte, Ohnemächtige, Hilflose das Blatt wendet und sein Problem löst, indem er dem Mobber sein Problem löst und dessen Lebenskräfte auf seine Seite zieht.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

  2. Das ist ja fast wie die Ich-kann-Geschichten für Erwachsene ab 9 und Kinder bis 90 Jahre. Am Ende der Welt – wenn man ganz weit weg von seinem ICH KANN NICHT weg zu sein meint – hat sich nur das NICHT verbraucht und es ist das ICH KANN übrig geblieben.
    Der Mensch ist nicht einfach ICH. Er ist nur ICH wenn er sein KANN erkannt hat und mit ihm EINS geworden ist. Dazu hilft ihm eine Pädagogi,k die dauernd seinem NICHTKÖNNEN nachspürt, um es ihm unter die Nase zu reiben, soviel wie ein Wegweiser, der einen von München nach Augsburg über Tokio schickt.
    Sollte tatsächlich bei dieser Pädagogik jemand ins Ziel kommen, so werden alle sich ständig beschwören: „Es ist schwer, schier menschenunmöglich, man schafft es nicht!“ Welch eine Grundlage für menschliche Entwicklung.
    Wenn jemand darauf dressiert ist, so barbarisch mit sich und seinen feinsten Geistes- und Seelenkräften umzugehen, zieht er MOBBING & Co. an wie ein Schwamm das Wasser. Der Mobber zeichnet sich dann dadurch aus, dass er mit deinen Kräften noch besser schlecht umgehen kann als du es gelernt hast.
    Beide lassen die wichtigsten, feinsten, genialsten Geistes- und Seelenkräfte in sich verkommen. Und die Pädagogik macht da meist nur noch Druck obendrauf und macht damit die Kräfte, die doch dringend zum Wachsen gebracht und entwickelt gehörten, platt.
    Als Ich-kann-Schule-Lehrer setze ich ganz bewusst und gezielt dagegen: „Wenn ich mit deinen Kräften & Talenten BESSER umgehe als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir.“ Da wird die Lösung ganz einfach und tief wirksam. So hat z.B. die 7jährige Sabrina, die schon nicht mehr leben wollte, weil sie täglich von ihrer Lehrerin vor der Klasse blamiert wurde, den verwahrlosten GUTEN Kräften in ihrer Lehrerin einfach alles zu-gedacht, was ihnen zum GUTsein fehlte. Die Frau änderte sich binnen Tagen. Sabrina hatte statt Druck SOG gemacht. Druck macht die Kräfte platt, Sog richtet auf und lässt die guten Kräfte wachsen und lenkt sie. D
    Sabrina ist ein konkretes Beispiel, wie der Gemobbbte, Ohnemächtige, Hilflose das Blatt wendet und sein Problem löst, indem er dem Mobber sein Problem löst und dessen Lebenskräfte auf seine Seite zieht.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

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