Audi A4 Fahrbericht: Unterwegs im A4 Avant 3.0 TDI

1430 Kilometer haben wir im A4 Avant zurückgelegt – und dabei 112,23 Liter Diesel verbraucht. Klar überschreitet von 7.84 Liter den NEFZ-Wert, doch haben wir mehr als zwei Drittel der Strecke mit Linksspur-Dauerabo und mindestens drei Insassen abgerissen.

Der Audi A4 3.0 TDI bietet Dampf ohne Krampf

Höher gestellte Außendienstler scheinen den Audi A4 Avant sehr zu schätzen – und nach unserem A4 Test können wir das gut nachvollziehen: Als ideales Reisetempo kristallisierte sich alsbald 160 km/h heraus. Dank des ergonomisch angebrachten Blinkerhebels lassen sich in bester Vertretermanier dann alle Verkehrshemmnisse vor einem weglichthupen, sodass der Dreiliter-Turbodiesel seine dank unmerklich schaltender Siebenstufen-Stronic niedrige Drehzahl von knapp über 2.000 Touren nur selten erhöhen muss. Allenfalls zum Kickdown, und den absolviert der Audi Kombi der Mittelklasse dank strammer 500 Nm Drehmoment stets mit Freude. Selbst in der economy-Einstellung des Audi drive select-Systems.

Als Kleintransporter taugt der Audi A4 Avant nur beschränkt

Im Audi A4 Avant quattro sorgten die Lederausstattung und die wirkungsvolle Dreizonen-Klimaautomatik für good vibrations. Dass der 245 PS starke V6 diese auch hatte, ist zu vermuten, denn abgesehen von dann und wann einem kräftigen Druck in die sehr bequemen Sitze übte sich der Selbstzünder in nobler Zurückhaltung. Im Audi-Fond ging es etwas enger zu, doch unter 180 cm große Mitfahrer hatten keinen Anlass zur Klage. Auch Kindersitze ließen sich ohne Verrenkungen umstandslos einbauen. Der 490 Liter große Kofferraum des A4 Avant war überraschend schnell voll – die stark abfallende Heckscheibe opfert wertvolle Zentimeter dem schmissigen Design. Ausgenommen einer Getränkekiste fand das recht üppige Reisegepäck ja auch seinen Platz, nachdem ein Druck aufs Knöpfchen reichte, um das Heckportal schließen zu lassen.

Kurven verloren beim Audi A4 Test jeglichen Schrecken

Zum Langstreckenkomfort des Audi A4 Avant B8, so die internen Baureihenbezeichnung, trug neben den 225/50er Reifen auf 17-Zoll-Alus auch das zwar straffe, aber keineswegs ungemütlich harte Fahrwerk bei. Die Fuhre kam nicht auf die Idee zu schaukeln und meisterte dank des Audi quattro-Allradantriebs mit Sportdifferential auch flotter genommene Landstraßenkurven ohne Querelen. Einsetzendes Untersteuern gemahnt im A4 Avant bei überschwerem Bleifuss zur Mäßigung, noch bevor die zahlreichen Assistenzsysteme merklich eingreifen müssen. Immerhin lag der Audi A4 Avant Preis dank reichlicher Zusatzausstattung bei knapp 70.000 Euro, und die will man ja nicht gleich verdellt aus dem Graben fischen.

Der A4 Avant quattro ist definitiv keine falsche Wahl

So verflogen im Audi A4 die Kilometer, das Auge erfreuten nicht nur die tadellose Verarbeitung und die gefälligen Interieurgestaltung, sondern auch die Zierapplikationen aus satiniertem Metall und Aluminium. Das klangewaltige Bang&Olufsen-Audiosystem sorgte derweil für Berieselung. Einziger Wermutstropfen beim Audi A4 Test: Im Innenraum unseres A4 Avant störten ab Tempo 160 Windgeräusche die Kommunikation – hier musste die Stimme merklich erhoben werden. Was solls, das war die einige Unerfreulichkeit, die spätestens bei lauter sprechenden Zeitgenossen nicht mehr zum Tragen kommt. Unser Fazit: Kaufense. Ohne Bedenken. Die Außendienstler-Armada hat nicht falsch gelegen.

Bildrechte: ©Arild Eichbaum

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