Asset Allocation: Nicht alles auf ein Pferd setzen!

Ein altes Sprichwort besagt: „Lege nie alle Eier in einen Korb“. Dieser Ratschlag gilt auch für die Struktur des Depots, auch Asset Allocation genannt. Die hohe Schwankungsbreite der Märkte und die Schnelllebigkeit von Trends machen dieses Vorgehen wichtiger denn je.

Im Vorfeld einer Geldanlage werden strategische Überlegungen welche Gewichtung verschiedene Anlageobjekte im Depot einnehmen. Zusätzlich wird das Vermögen auf verschiedene Märkte, Branchen, Rohstoffe, Segmente, Länder und Währungen aufgeteilt.

Was bringt mir die Asset Allocation?

Ein Aufteilen des Anlagevermögens in verschiedene Bereiche kann entweder:

  • bei gleichbleibender Rendite das Risiko senken oder
  • bei gleichem Risiko die Rendite erhöhen.
Um also nicht von der Volatilität oder dem Kursverlauf eines Wertes abhängig zu sein, ist die Diversifikation des angelegten Vermögens wichtig. Da das Umschichten innerhalb des Portfolios immer mit Transaktionskosten verbunden ist, sollte die Vermögensaufteilung langfristig geplant werden.
Wie die Aufteilung des Vermögens vorgenommen werden soll, hängt im Allgemeinen von zwei grundsätzlichen Faktoren ab:
  • Zeithorizont
  • Risikobereitschaft
Wenn Ihre Geldanlage einen eher kürzeren Zeithorizont hat, macht es Sinn, Investmentvehikel zu wählen, die ein niedriges Risikoprofil aufweisen. Risiko und Renditeerwartung sind untrennbar miteinander verbunden. Wenn Sie mehr Rendite wollen, müssen Sie ein riskanteres Anlageobjekt wählen. Soll das Depot auf der sicheren Seite sein, empfiehlt sich ein risikoärmeres Portfolio, das wiederum auch weniger Rendite abwirft.

Im Allgemeinen kann langfristig mehr Risiko eingegangen werden als bei einem kurzfristigen Anlagehorizont, Daytrader ausgenommen.
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Asset Allocation – Wohin soll meine Anlageaufteilung erfolgen?

Dem Anleger steht eine Vielzahl an Variationen entsprechend persönlichen und marktwirtschaftlichen Präferenzen zur Verfügung. Unter diesen Anlageklassen können sein:
  • Barreserven
  • festverzinsliche Anlageobjekte (z.B. Anleihen)
  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Immobilien
  • Versicherungsprodukte
  • derivative Finanzprodukte
  • Währungen
  • Venture Capital

Da sich die verschiedenen Anlageklassen nicht parallel am Markt bewegen, so können Verluste ausgeglichen und so das Risiko gesenkt werden. Bei richtiger Streuung kann eine Krise nicht Ihr gesamtes Kapital vernichten.

Probleme bei der Asset Allocation

Die Diversifikation des Vermögens klappt in vielen Fällen nicht, weil
  • die Risikobereitschaft des Anlegers nicht im Vorhinein bekannt ist,
  • die langfristige Performance einer Anlageklasse keine Aussage für die kurzfristige Entwicklung darstellt,
  • persönliche Gegebenheit wie Schulden oder Unsicherheit im Job bei der Aufteilung nicht berücksichtigt werden.
In vielen Fällen kann es sich lohnen einen unabhängigen Finanzexperten zur Vermögensaufteilung hinzuzuziehen, wenn man beim eigenen Wissen an Grenzen stößt.
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