Bei einer Reise nach Finnland kann man Hanko praktisch als das Tor zum Landesinneren betrachten. Schon erlangt man Eindrücke, die sich überall im Land wiederfinden und trotzdem besitzt das kleine Städtchen am Südzipfel Finnlands einen ganz eigenen Charme. Bereits zur Zarenzeit wusste man Hanko als Urlaubsort zu schätzen und diese touristische Tradition wurde über die Jahrhunderte hinweg bewahrt. Die eigentliche Geschichte von Hanko muss beginnt mit einem kleinen Hafen im 13. Jahrhundert, der aufgrund seiner strategischen Lage am Finnischen Meerbusen im Laufe der Jahre immer weiter an Bedeutung gewann. Besonders im Mittelalter war der auch im Winter eisfreie Hafen stetig umkämpft, möglicherweise ein Grund, warum sich Hanko nie zu einer blühenden Metropole entwickelte.
Zeugnisse für die Hafengeschichte von Hanko finden sich vor allem auf der Halbinsel Hauensuoli, wo Segler und Bootsreisende ihren Spuren hinterließen, als sie auf besseres Reisewetter warteten. Zu den Sehenswürdigkeiten in der kleinen Stadt zählen die 1892 im neugotischen Stil errichtete Kirche sowie das moderne Stadthaus. Wer sich ein wenig mit der Stadtgeschichte auseinander setzen möchte, sollte das kleine Festungsmuseum im Süden des Stadtzentrums besuchen. Eine weniger erfreuliche Rolle übernahm der Hafen von Hanko während der Auswanderungswelle in Skandinavien. Auf den Eintrag als größter Auswandererhafen hätte man vermutlich auch verzichten können, um aber diese Epoche entsprechend zu würdigen, hat man im Hafen eigens ein Denkmal errichtet.
Hanko als Endstation zahlreichen Fähren nach Finnland ist oft ein unbeachteter Durchreiseort. Wer jedoch die Muße besitzt, sollte ruhig länger dort Station machen.
